Razzia bei Brasiliens Ex-Präsident Lula da Silva | Aktuell Amerika | DW | 04.03.2016
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Aktuell Amerika

Razzia bei Brasiliens Ex-Präsident Lula da Silva

Wegen Verdacht auf Korruption hat die Polizei das Haus von Brasiliens Ex-Präsident Lula da Silva durchsucht. Der Politiker wurde zum Verhör mitgenommen.

Bei den Ermittlungen geht es um den milliardenschweren Korruptionsskandal bei Auftragsvergaben des größten Unternehmens des Landes, des Ölkonzerns Petrobras. An der Operation sind insgesamt 200 Polizisten beteiligt.

Ignacio "Lula" da Silva habe "ruhig reagiert", als die Ermittler am Morgen bei seinem Haus im Bundesstaat São Paulo erschienen, berichtete die Zeitung "Folha S Paulo". Er ließ sich anschließend zum Verhör abführen. Ob Da Silva als Beschuldigter gilt, wollte ein Polizeisprecher weder dementieren noch bestätigen.

Insgesamt haben die Behörden in der laufenden Ermittlungsaktion 44 Haft- und 33 Durchsuchungsbefehle ausgestellt. Neben Da Silvas Wohnsitz durchsuchte die Polizei auch die Wohnung eines der Söhne des Ex-Präsidenten, Räume des Baukonzerns Odebrecht sowie weitere Büros und Wohnungen in den Bundesstaaten São Paulo, Rio de Janeiro und Bahia.

cr/jw/kle (dpa, rtr)