Raumfahrer bringen Olympia-Fackel ins All | Aktuell Welt | DW | 07.11.2013
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Aktuell Welt

Raumfahrer bringen Olympia-Fackel ins All

Erstmals ist die olympische Fackel zur Internationalen Raumstation ISS gebracht worden. Russische Kosmonauten wollen sie auch zu einem Spaziergang im Weltall mitnehmen.

"Die Olympia-Fackel ist ein Symbol für Frieden, und ich bin froh, diese Mission zu haben", sagte der russische Kosmonaut Michail Tjurin vor dem Start der Sojus-Rakete vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan.

Er flog zusammen mit zwei weiteren Raumfahrern, dem US-Astronauten Rick Mastracchio und dem japanischen Raumfahrer Koichi Wakata, zur Internationalen Raumstation ISS. Das russische Staatsfernsehen zeigte Bilder des planmäßig verlaufenen Starts und des Andockmanövers an der ISS in einer Live-Übertragung.

Nach der Ankunft war eine Art Staffellauf der insgesamt neun ISS-Besatzungsmitglieder geplant. Es ist das erste Mal seit gut vier Jahren, dass so viele Besatzungsmitglieder zeitgleich auf dem "Außenposten der Menschheit" in gut 400 Kilometern Höhe im Einsatz sind.

Ein Foto mit der Erde im Hintergrund als Souvenir

Am Samstag wollen die Russen Oleg Kotow und Sergej Rjasanski die Fackel erstmals in der Geschichte bei einem Ausstieg mit ins Weltall nehmen. Erklärtes Ziel ist, bei dem Weltraumspaziergang ein Foto der Kosmonauten mit der Fackel vor der Erde zu schießen.

Am Montag soll die olympische Fackel dann an Bord der Sojus-Rakete wieder auf der Erde landen. Aus Sicherheitsgründen wird die Fackel auf der gesamten Reise nicht entzündet sein.

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Olympische Fackel im All

Der besondere Außeneinsatz ist Teil des von Russland geplanten größten Fackellaufes der olympischen Geschichte.

Die Flamme wurde am 7. Oktober auf eine insgesamt 123-tägige Rundreise geschickt. Dabei ist sie bereits am Nordpol gewesen. Vorgesehen ist auch eine Station am Grund des Baikalsees in Sibirien. Experten kritisierten, die Aktion sei unverhältnismäßig aufwändig.

Die Winterspiele im russischen Schwarzmeer-Kurort Sotschi finden vom 7. bis 23. Februar 2014 statt.

kis/nem (dpa, afp)

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