Rassistische Verbrechen in der DDR | DokFilm | DW | 22.06.2018
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DokFilm

Rassistische Verbrechen in der DDR

Übergriffe auf Ausländer passten ganz und gar nicht zum Selbstbildnis der DDR. Trotzdem gab es immer wieder Hetzjagden und Gewalttaten gegen fremde Vertragsarbeiter. Viele Verbrechen sind bis heute nicht aufgeklärt. Was ist damals wirklich passiert?

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Ab Mitte der 1960er Jahre warb die DDR-Führung ausländische Arbeitskräfte an, um im Arbeiter- und Bauernstaat den Arbeitskräftemangel zu beseitigen. Zunächst kamen die Vertragsarbeiter aus den Ostblockländern Polen und Ungarn. Ab den 1970er Jahren folgten dann viele junge Männer aus Algerien, Kuba, Mosambik, Vietnam und Angola. Ihr Aufenthalt war fast immer zeitlich befristet. Sie lebten getrennt von den Einheimischen in Wohnheimen, durften keine Familienangehörigen mitbringen und mussten nach Ablauf der Vertragszeit das Land wieder verlassen. Private Beziehungen zwischen Vertragsarbeitern und Einheimischen waren nicht vorgesehen und wurden oft unterdrückt. Doch jenseits der offiziellen Freundschaftstreffen häuften sich rassistische Vorfälle, die gezielt vertuscht und verschwiegen wurden - Hetzjagden und andere Übergriffe auf Ausländer passten nicht zum eigenen Selbstbild. Der Historiker Harry Waibel hat jahrelang geforscht und entsprechende Stasi-Akten ausgewertet. Demnach forderten rassistisch motivierte Gewalttaten mehrere tausend Verletzte und sogar Todesopfer. Die Filmmacher gehen den Spuren der damaligen Verbrechen nach und sie suche Antworten: Was ist damals wirklich passiert? Warum kam es zu diesen Verbrechen? Warum wurde so viel vertuscht und verdrängt? Welche Konsequenzen hat das bis heute?