Rassismus-Debatte: NFL-Team aus Washington ändert Klubnamen | Sport | DW | 13.07.2020
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Rassismus-Debatte

Rassismus-Debatte: NFL-Team aus Washington ändert Klubnamen

Die Washington Redskins trennen sich von dem als rassistisch empfundenen Beinamen. Der Klub der National Football League reagiert damit auf den Druck von Sponsoren. Die Kritik am Vereinsnamen ist nicht neu.

Das NFL-Team aus Washington verabschiedet sich nach jahrzehntelanger Kritik von seinem Namen "Redskins" (Rothäute). "Am 3. Juli haben wir den Beginn einer gründlichen Überprüfung des Teamnamens bekanntgegeben. Heute geben wir bekannt, dass wir den Namen und das Logo der Redskins nach Abschluss dieser Überprüfung zurückziehen werden, teilte der Football-Club mit. Ein neuer Name stehe noch nicht fest.

Im Rahmen der andauernden Proteste gegen Rassismus in den USA hatte der Namenssponsor des Stadions die Verantwortlichen des Washingtoner Klubs Anfang Juli dazu aufgefordert, den Beinamen Redskins abzulegen. Weitere Sponsoren folgten dem Aufruf. Handelsketten nahmen Trikots und weitere Fanartikel des Klubs aus ihren Regalen. Trainer Ron Riveira hatte sich dafür ausgesprochen, den Namen vor dem Beginn der kommenden Saison im September zu ändern. US-Präsident Donald Trump hatte die mögliche Umbenennung des Washingtoner Football-Klubs und auch des Baseball-Vereins Cleveland Indians kritisiert. Die Namen verkörperten "Stärke, nicht Schwäche", twitterte Trump. Hier gehe es doch nur darum, "politisch korrekt zu sein." 

Ureinwohner der USA setzen sich seit Jahrzehnten dafür ein, den als rassistisch empfundenen Namen nicht mehr zu nutzen. Die Mannschaft wurde 1932 unter dem Namen Boston Braves gegründet. 1933 folgte die Umbenennung in Redskins, 1937 der Umzug in die US-Hauptstadt. Das Team gewann dreimal (1982, 1987 und 1991) den Super Bowl.

sn/ck (dpa, sid)

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