Römische Grabhöhle am See Genezareth entdeckt | Kultur | DW | 11.06.2018
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Archäologie

Römische Grabhöhle am See Genezareth entdeckt

2000 Jahre ist die antike Grabstätte alt, die jetzt in Israel freigelegt werden konnte. Bei Erschließungsarbeiten für ein geplantes Neubaugebiet am See Genezareth wurde sie zufällig entdeckt.

2000 Jahre ist die Grabkammer alt, die aus der Römerzeit stammt. Der Eingang lag rund 10 Meter tief im Erdreich und wurde durch Baggerarbeiten israelischer Bauarbeiter freigelegt. Das bestätigte eine Sprecherin der israelischen Altertumsbehörde am Montag (11.06.2018) gegenüber der Presse.

Die römische Grabkammer sei schätzungsweise zwei Meter hoch, hieß es. Sie habe neben einem Eingangsraum und einer zentralen Grabkammer vermutlich noch mehr als zehn Grabnischen. In diesen Nischen wurden bei den Römern die Toten beerdigt. Die Räume wurden damals mit Steintüren verschlossen. "Die Höhle muss als Grabkomplex für eine ganze Familien gedient haben, die in der Stadt Tiberias oder in einem der angrenzenden Dörfer gelebt hat", so Jair Amizur von der Altertumsbehörde.

2000 Jahre alte Grabkammer am See Genezareth entdeckt (picture-alliance/dpa/M. Peleg)

Bauarbeiter hatten den Zugang zur Grabhöhle freigelegt

Die inzwischen freigelegte Eingangskammer sei farbig verputzt, das deute auf eine reiche Familie hin. Außerdem gäbe es üppig verzierte "Knochenkisten" aus Stein und Keramik, in die die Knochen der Toten gelegt wurden.

Es handelt sich um einen seltenen Fund für die Region. Der Bebauungsplan soll nun entsprechend geändert werden, um die antike Grabstätte zu erhalten. Die Stadt Tiberias ist nach dem römischen Kaiser Tiberius benannt und liegt am Ufer des Sees Genezareth. Gegründet wurde sie  - nach Angaben der israelischen Altertumsbehörde - als römische Siedlung im Jahre 18 nach Christus.

hm/nf (dpa, kna)

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