Putin: Von London im Skripal-Fall Verdächtigte gefunden | NRS-Import | DW | 12.09.2018
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Giftanschlag

Putin: Von London im Skripal-Fall Verdächtigte gefunden

Moskau will die zwei von Großbritannien im Skripal-Fall gesuchten Russen ausfindig gemacht haben. Sie seien nicht - wie von London behauptet - Angehörige des Militärgeheimdienstes, sondern "natürlich Zivilisten".

Großbritannien: Scotland Yard veröffentlicht Fotos der Hauptverdächtigen im Fall Skripal (picture-alliance/Met Police UK)

Dieses Foto des Metropolitan Police Service soll die beiden mutmaßlichen Attentäter zeigen

Die russischen Behörden haben nach den Worten von Präsident Wladimir Putin die von Großbritannien wegen des Giftanschlags auf den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal gesuchten Männer identifiziert. "Wir wissen wer sie sind, wir haben sie gefunden", sagte Putin bei einem Wirtschaftsforum in Wladiwostok. 

Allerdings wies der russische Präsident Beschuldigungen gegen die Verdächtigten zurück. "Ich kann versichern, es gibt nichts außergewöhnliches und kriminelles (an ihnen)." Es handle sich um Zivilisten, nicht um Militärangehörige. Putin erklärte weiter, er hoffe, die beiden Männer würden sich dazu entscheiden, mit Medien zu sprechen und alles über sich erzählen.

Vor einer Woche hatten die britischen Behörden zwei russische Agenten namens Alexander Petrow und Ruslan Boschirow für den Giftanschlag auf Skripal und dessen Tochter Julia verantwortlich erklärt. Fahndungsfotos und Namen wurden veröffentlicht.

Premierministerin Theresa May zufolge sollen die mutmaßlichen Täter Mitglieder des russischen Militärgeheimdienstes GRU sein, für den auch Skripal einst tätig war. Sie machte erneut den Kreml für den Anschlag verantwortlich.

Vater und Tochter Skripal waren am 4. März bewusstlos auf einer Parkbank in der südenglischen Kleinstadt Salisbury entdeckt worden. Sie waren mit dem Kampfstoff Nowitschok vergiftet worden und überlebten nur knapp. Der Fall löste eine schwere diplomatische Krise aus.

ie/ww (dpa, rtr, afp)

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