Putin fährt jetzt ″made in Russia″ | Wirtschaft | DW | 07.05.2018
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Russland

Putin fährt jetzt "made in Russia"

Des Präsidenten neue Limousine ist denn doch früher vorgefahren als gedacht. Pünktlich zur Einführung von Russlands Präsidenten Putin in seine neue Amtszeit tauchte eine neue Staatslimousine auf: ganz "made in Russia".

Eigentlich sollten die Russen das neue Prestigeprojekt ihres Präsidenten erst zur Automesse in diesem Sommer in Moskau zu Gesicht bekommen. Nun fuhr Vladimir Putin, der alte und neue Präsident, im frisch gelieferten Neuwagen zur großen Einführungsfeier. Das Gefährt heißt "Kortezh", hat in der Putin-Version 800 PS, ist sechs Meter lang und eine Auftragsarbeit des Kreml. Ganz in Russland entwickelt und hergestellt, hieß es in russischen Medien. Nur der V12-Turbomotor ist von Porsche beigesteuert worden – das war von Handelsminister Manturow zu hören.

An dem Auto wurde seit 2013 gearbeitet, berichtete die Agentur TASS. Das Geld dafür, knapp 200 Millionen Dollar, sei vom Staat gekommen. Kaufen können den "Kortezh" aber auch reiche Russen, 200 im ersten Jahr seiner Fertigung, bis 2020 sollen 4.000 bis 5.000 Limousinen fertig werden. Vom Preis weiß man nur, dass er vergleichbar sein soll mit Modellen von Bentley, Rolls-Royce und Mercedes-Maybach.

Staatskarosse (picture-alliance/abaca/E. Vandeville)

Präsident Putin mit Staatskarosse (von Mercedes), 2015 im Vatikan

Von Mercedes kamen in den letzten Jahren die Staatskarossen Putins wie auch die seiner Vorgänger ab Mitte der 1990er Jahre. Seit den 50er Jahren mussten die Präsidenten mit gepanzerten ZIL-Limousinen aus heimischer Produktion vorlieb nehmen. Revolutionär Lenin hingegen fuhr noch im Rolls-Royce Silver Ghost aus der Garage des Zaren herum, während Diktator Stalin einen Packard aus US-Produktion bevorzugte. Auch das berichtete Tass am Tage der Amtseinführung des alten und neuen Herrschers im Kreml.

ar/hg (afp - Archiv)

 

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