Proteste gegen Präsident Vucic in Serbien | Aktuell Europa | DW | 12.01.2019
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Serbien

Proteste gegen Präsident Vucic in Serbien

Tausende Serben haben in Belgrad und anderen Städten gegen die Regierung des serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic demonstriert. Es war der sechste Samstag in Folge, dass Regierungsgegner auf die Straße gingen.

Die Demonstranten riefen Parolen wie "Verrat, Verrat!" und "Vucic ist ein Dieb", berichtete die Internetausgabe der oppositionellen Tageszeitung "Danas". Neben den Protesten in Belgrad, gab es auch Kundgebungen in den Städten Novi Sad, Kraguejevac, Kursumlija, Krusevac, Uzice und Pozega, berichtete das staatliche Fernsehen RTS.

Ursprünglicher Anlass der Protestwelle war der Angriff auf den Vorsitzenden der Serbischen Linken, Borko Stefanovic, Ende November in der südserbischen Stadt Krusevac. Er wurde von drei Männern verprügelt. Die Täter sind bis heute unbekannt.

Serbien Proteste gegen die Regierung in Belgrad (Reuters/D. Kojadinovic)

Der Protestzug führte durch das Zentrum von Belgrad

Für den kommenden Mittwoch riefen die Initiatoren der Proteste zu einer Gedenkkundgebung für den ermordeten kosovo-serbischen Politiker Oliver Ivanovic auf. Ivanovic war am 16. Januar 2018 in der serbischen Enklave Kosovska Mitrovica am helllichten Tag auf offener Straße erschossen worden. Vom Täter fehlt bis heute jede Spur. Ivanovic war ein Gegner der Kosovo-Politik von Vucic.

Putin kommt in der kommenden Woche

Die Demonstrationen fanden einen Woche vor dem Besuch des russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin statt. Vucic strebt zwar offiziell die Mitgliedschaft in der Europäischen Union an, unterhält aber traditionell enge Beziehungen zu Russland. Die Demonstranten werfen Vucic auch vor, eine Lösung für den Kosovokonflikt vorzubereiten. Dies gilt als wichtige Voraussetzung für den Beitritt Serbiens zur EU.

cgn/fab (ap, dpa, rtre)

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