Prinz Harry ist einfach nur traurig | Aktuell Welt | DW | 20.01.2020
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Britisches Königshaus

Prinz Harry ist einfach nur traurig

Tiefe Schnitte können ganz schön weh tun. Auch der britische Prinz Harry macht jetzt mit 35 Jahren diese Erfahrung. Sein Abschied von der Rolle als Mitglied der engeren Königsfamilie schmerzt und das gibt der Prinz zu.

"Als Meghan und ich heirateten, waren wir aufgeregt, hoffnungsvoll und wir wollten etwas Sinnvolles tun", sagte Harry in einer Rede vor Mitarbeitern der Hilfsorganisation Sentebale, die auf dem Instagram-Konto des Paares gepostet wurde. Er fügte hinzu: "Deshalb erfüllt es mich mit großer Traurigkeit, dass es so weit gekommen ist."

"Königliche Hoheit" - das war einmal

Erst am Samstag hatte das Königshaus mitgeteilt, dass Harry und Meghan vom Frühjahr an auf ihre Titel "Königliche Hoheit" verzichten und keine offiziellen Aufgaben für die Queen mehr übernehmen werden. Das Paar hatte zuvor bereits selbst angekündigt, sich teilweise zurückzuziehen.

Vorgestellt hatten die beiden sich das Ganze aber anders, wie Harry nun bestätigte. Sie hätten sich nicht leichtfertig dazu entschieden, von ihrer Rolle zurückzutreten. "Es gab aber keine andere Option." Ihre Hoffnung sei gewesen, die bisherigen Aufgaben für die Queen, den Commonwealth und das Militär fortzuführen, aber dabei auf öffentliche Gelder zu verzichten. "Leider war das nicht möglich", sagte der Prinz.

"Lasse alles zurück"

Harry fügte hinzu: "Ich habe das akzeptiert mit dem Wissen, dass es nichts daran ändert, wer ich bin, oder wie entschlossen ich bin." Er lasse alles hinter sich, was er gekannt habe, in der Hoffnung auf ein friedvolleres Leben. Für seine Großmutter, die Queen, habe er den allergrößten Respekt.

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Keine "königlichen Hoheiten" mehr

Sicher ist auch: Aufwandsentschädigungen vom britischen Steuerzahler werden Harry und Megahn nicht mehr bekommen. Britische Medien gehen aber davon aus, dass Prinz Charles das Paar weiterhin finanziell unterstützen wird.

Arm sieht anders aus

Bislang bekommt Harry regelmäßig Geld aus der "Duchy of Cornwall", dem Land- und Immobilienbesitz seines Vaters. Das Geld gilt als privat. Doch die beiden nagen auch nicht am Hungertuch. Ihr gemeinsames Vermögen wird auf 18 Millionen Pfund (mehr als 21 Millionen Euro) geschätzt.

Harry und Meghan haben angekündigt, ihre Zeit zwischen dem Vereinigten Königreich und Nordamerika aufzuteilen. Sie dürften damit vor allem Kanada gemeint haben. Dort nahmen sie über Weihnachten und den Jahreswechsel eine mehrwöchige Auszeit - zusammen mit ihrem Sohn Archie, der im Mai 2019 zur Welt gekommen war. Das Staatsoberhaupt von Kanada ist Queen Elizabeth II.

haz/rb (dpa, rtr, afp)

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