Premier League: Jürgen Klopp und Liverpool gehen leer aus | Sport | DW | 12.05.2019
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Premier League

Premier League: Jürgen Klopp und Liverpool gehen leer aus

Im Herzschlag-Finale der Premier League ziehen Jürgen Klopp und der FC Liverpool knapp den Kürzeren. Stattdessen triumphiert Pep Guardiola mit Manchester City, der als Meister aber eigentlich den falschen Titel holt.

Stell dir vor, du kommst mit nur einer einzigen Niederlage durch eine gesamte Premier-League-Saison und bist am Ende doch nur Zweiter! Jürgen Klopp und der FC Liverpool müssen nach dem letzten Spieltag der englischen Eliteserie mit diesem "Makel" leben. 97 Punkte, die sich aus einer 38-Spiele-Saison mit 30 Siegen, sieben Unentschieden und einem verlorenen Spiel ergeben. Am 21. Spieltag war man Manchester City unterlegen. So gab es fünf Tage nach dem "Wunder" gegen den FC Barcelona in der Champions League zwar den 17. Heimsieg der Saison, aber letztendlich keinen Grund zum Jubeln für Kloppo und die Reds. "Zweiter ist nicht unbedingt das, was ich heute Abend gern sein wollte", sagte Klopp beim Sender Sky Sports. "Aber ich sehe hier niemanden, der weint." 

Liverpool hatte sein Soll erfüllt und einen 2:0-Pflichtsieg gegen die Wolverhampton Wanderers eingefahren. Sadio Mané traf an der Anfield Road doppelt für die Gastgeber (17. und 81. Minute). Freuen konnten sich der senegalesische Stürmer und sein deutscher Trainer darüber aber nicht. Auch die Fans waren zwar stolz auf ihr Team, das am 1. Juni zum zweiten Mal in Folge im Finale der Champions League steht, doch sehnen sie nichts so sehr herbei, wie den ersten Meistertitel für ihren Klub seit 1990.

Guardiola arbeitet am Triple

Große Freude gab es dagegen bei Titelverteidiger Manchester City und und deren Coach Pep Guardiola, der in seinem dritten Jahr in der Premier League zum zweiten Mal den Titel holen konnte. Der frühere Bayern-Trainer und sein Team gewannen mit 4:1 (2:1) beim Tabellen-17. Brighton & Hove Albion und sicherte sich so mit nur einem Zähler Vorsprung erneut den Meistertitel. Sergio Agüero (28.), Aymeric Laporte (38.), Riyad Mahrez (63.) und der deutsche Nationalspieler Ilkay Gündogan (72.) erzielten bei strahlendem Sonnenschein in Brighton die Tore für den alten und neuen Meister.

Premier League: Brighton & Hove Albion v Manchester City (Getty Images/M. Regan)

Deckel drauf! Ilkay Gündogan (r.) stellt mit einem sehenswerten Freistoßtor den 4:1-Endstand her

Zuvor waren die Gäste vor den Augen von Oasis-Musiker und Man-City-Edelfan Noel Gallagher nur ganz kurz durch ein Tor von Glenn Murray (27.) in Rückstand geraten. Die Guardiola-Elf hatte bereits den Ligapokal gewonnen und peilt nun am kommenden Samstag das nationale Triple an. Im Wembley-Stadion bestreitet City das FA-Cup-Endspiel gegen den FC Watford.

Den falschen Titel gewonnen?

Das Kuriose dabei: Obwohl Guardiola ähnlich wie schon beim FC Barcelona zahlreiche Trophäen sammelt, scheiterte er in der Champions League mit Manchester dreimal mehr oder weniger früh und verpasste damit den Titel, den zu holen er eigentlich nach Manchester geholt worden war. So ist man bei City erneut "nur" Meister, aber nicht Sieger der Königsklasse, während Klopp zwar im Champions-League-Endspiel steht, aber leider erneut nicht die Meisterschaft holen kann.

Für Klopp geht es beim Finale in Madrid gegen die Tottenham Hotspur darum, endlich seinen Final-Fluch zu brechen. Seit dem mit Borussia Dortmund gewonnenen DFB-Pokal-Endspiel von 2012, stand der 51-Jährige in sechs Endspielen, verlor sie aber allesamt. Es wäre die erste Trophäe, die Klopp mit dem FC Liverpool holt.

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