Pornostar erhebt neue Vorwürfe gegen US-Präsident Trump | Aktuell Amerika | DW | 26.03.2018
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USA

Pornostar erhebt neue Vorwürfe gegen US-Präsident Trump

Nicht nur die Russland-Affäre verfolgt Donald Trump, sondern auch eine angebliche Affäre mit Pornostar Stormy Daniels. Konkret geht es um ein Schweigegeld und darum, dass Gewalt angedroht worden sein soll.

Pornostar Stephanie Clifford, alias Stormy Daniels, beharrt darauf, dass sie 2006 eine Affäre mit Donald Trump hatte - kurz nachdem seine Frau Melania den gemeinsamen Sohn Barron zur Welt brachte. In einem Interview des Senders CBS schilderte die heute 39-Jährige weiter, dass sie wenige Tage vor der US-Präsidentschaftswahl 2016 aus Angst ein Schweigegeld von Trumps persönlichem Anwalt Michael Cohen angenommen habe.

Sie sei Jahre zuvor von einem Unbekannten unter Androhung von Gewalt aufgefordert worden, nichts über die Affäre verlauten zu lassen, sagte Clifford. Sie habe daher weiter um ihre Sicherheit und die ihrer Familie gefürchtet.

Sex - völlig freiwillig

Die in ihrer Branche über Jahre hinweg äußerst erfolgreiche Pornodarstellerin und -regisseurin betonte zugleich, dass sie nur einmal Sex mit Trump gehabt habe - und das völlig freiwillig, auch wenn sie sich nicht zu ihm hingezogen gefühlt habe. Sie sei kein Opfer gewesen.

Trump bestreitet die Affäre. Ob sich der jetzige Präsident das Interview in der Sendung "60 Minutes" anschaute, wurde nicht bekannt. Er war am Sonntagabend allein von einem Familienwochenende auf seinem Anwesen Mar-a-Lago in Florida ins Weiße Haus zurückgekehrt. First Lady Melania hält sich mit Sohn Barron, der zurzeit Schulferien hat, weiter dort auf - "der Tradition entsprechend", wie das Weiße Haus betonte.

Das Interview war mit großen Fanfaren angekündigt worden, nachdem das "Wall Street Journal" unlängst über die Schweigevereinbarung berichtet hatte. Seitdem ist das Thema immer wieder hochgekocht. Anwalt Cohen ist darin tief verwickelt. Er hat zugegeben, Clifford rund eine Woche vor der US-Wahl 130.000 Dollar im Gegenzug für ihr Schweigen bezahlt zu haben - aus eigener Tasche und ohne Wissen von Trump, wie er sagt. Die Zahlungen erfolgten nach Medienberichten über eine Scheinfirma, die er zuvor gegründet hatte.

Um dieses Schweigegeld geht es in den derzeitigen Schlagzeilen primär und weniger um die angebliche Affäre: Berichte darüber hatte es schon in der Vergangenheit gegeben. Im Vordergrund steht inzwischen vielmehr die Frage, ob mit der Schweigegeldzahlung Gesetze zur Wahlkampffinanzierung gebrochen wurden - und ob Trump selber dabei eine Rolle spielte.

haz/jv (dpa, ap, rtr)