Pompeo: Mexikos ″Zahlen sind gut″ | Aktuell Amerika | DW | 22.07.2019
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Migration

Pompeo: Mexikos "Zahlen sind gut"

Der US-Außenminister ist voll des Lobes. Mike Pompeo zeigt sich zufrieden mit Mexikos Bemühungen, Migranten an der Durchreise zu hindern. Denn die Südgrenze der Vereinigten Staaten sollen sie erst gar nicht erreichen.

Mexiko | Mike Pompeo zu Besuch (picture-alliance/dpa/AP Photo/Mexican Government Press Office)

Die beiden Außenminister trafen sich in Mexiko-Stadt: Mike Pompeo (l.) und Marcelo Ebrard

Bei einem Besuch in Mexiko hat US-Außenminister Mike Pompeo die Anstrengungen des Nachbarlandes gegen die illegale Migration gelobt. Die "verstärkten" Bemühungen hätten nach ersten Erkenntnissen dazu geführt, dass weniger Migranten an der Südgrenze der USA ankämen, teilte das Außenministerium in Washington nach einem Treffen Pompeos mit seinem mexikanischen Kollegen Marcelo Ebrard mit.

"Die Zahlen sind gut", sagte der US-Außenminister. Und er bescheinigte Mexiko "wirkliche Fortschritte". Es gebe aber noch "viel Arbeit", schränkte Pompeo ein.

Flucht gen Norden

Mexiko liegt auf der Route von Menschen aus den zentralamerikanischen Ländern Honduras, El Salvador und Guatemala, die auf der Flucht vor Armut und Gewalt in ihrer Heimat in die Vereinigten Staaten gelangen wollen. An diesem Montag läuft eine Frist aus, bis zu der die US-Regierung prüfen will, ob Mexiko genug gegen die Migrationsströme unternommen hat. Im Juni setzten US-Grenzpolizisten nach offiziellen Angaben knapp 28 Prozent weniger illegal eingereiste Migranten fest als noch im Mai.

Anfang Juni hatte Mexiko zugesichert, härter gegen die illegale Einwanderung vorzugehen. Die Regierung schickte unter anderem tausende Soldaten an seine Grenzen zu Guatemala im Süden und zu den USA im Norden. Damit konnte Mexiko Strafzölle abwenden, mit denen US-Präsident Donald Trump gedroht hatte.

Mexiko Flüchtlinge durchqueren den Rio Bravo in Richtung USA (Reuters/D. Becerril)

Illegaler Übertritt: Migranten an der Grenze zwischen Mexiko und den USA

Pompeos Lob deutet auch darauf hin, dass Mexiko von den USA wohl vorerst nicht zum sicheren Drittstaat erklärt wird. Andernfalls müssten alle Migranten aus Mittelamerika mit dem Ziel Vereinigte Staaten zunächst in Mexiko Asyl beantragen. Er halte es angesichts der erzielten Fortschritte nicht für nötig, Gespräche über eine solche Vereinbarung aufzunehmen, meinte denn auch der Mexikaner Ebrard.

wa/ml (afp, dpa)

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