Polizei räumt Flüchtlingscamps in Paris | Aktuell Welt | DW | 04.06.2018
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Frankreich

Polizei räumt Flüchtlingscamps in Paris

Von der Auflösung sind rund 1000 Menschen betroffen. Sie hatten am Kanal Saint-Martin und bei Porte de la Chapelle ein wildes Camp aufgebaut. Die hygienischen Zustände sollen katastrophal gewesen sein.

Bereits in der vergangenen Woche war in einem anderen Viertel ein ähnliches Camp mit mehr als 1.000 Bewohnern evakuiert worden. Die Menschen wurden in Übergangsunterkünfte außerhalb von Paris untergebracht.

Keine Sanitäranlagen, keine Betreuuung

Immer wieder hatten Hilfsorganisationen die Bedingungen kritisiert, unter denen die Betroffenen in den Camps in der französischen Hauptstadt leben müssen. Es gebe weder genug sanitäre Anlagen noch eine funktionierende soziale Betreuung. In den Lagern hielten sich vor allem Sudanesen, Somalier, Eritreer und Afghanen auf, hieß es.

In den vergangenen drei Jahren hat die französische Polizei immer wieder Migrantencamps geräumt. Insgesamt gab es bislang 36 Räumungsaktionen dieser Art.

100.000-Marke durchbrochen

2017 hatte Frankreich erstmals mehr als 100.000 Asylanträge registriert, das waren 17 Prozent mehr als 2016. Im EU-Schnitt halbierte sich die Zahl der Bewerber dagegen. Viele der Migranten, die nach Frankreich kommen, wollen gar nicht dauerhaft dort bleiben. Ein Teil der Flüchtlinge versucht, nach Großbritannien zu gelangen.

haz/djo ( kna, afp, dpa)