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Podolski beendet DFB-Karriere

Calle Kops dpa
15. August 2016

Nun also auch der Poldi! Nach dem Rücktritt seines Freundes Bastian Schweinsteiger aus der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft, zieht Lukas Podolski nach. Eine beeindruckende Karriere im DFB-Trikot geht zu Ende.

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Lukas Podolski winkt und verlässt den Platz (Foto: picture-alliance/dpa/M. Becker)
Bild: picture-alliance/dpa/M. Becker

Lukas Podolski hat seinen Rücktritt aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft erklärt. "Danke Fans! 129 Spiele, 12 Jahre. Es war gigantisch, es war großartig. Und es war mir eine Ehre!", schrieb der Offensivspieler am Montag bei Twitter. Auf seinem Instagram-Account und der DFB-Homepage erläuterte der Profi von Galatasaray Istanbul seine Beweggründe ausführlicher: "Ich habe dem Bundestrainer gesagt, dass ich ab sofort nicht mehr für die Nationalmannschaft spielen werde. Ich trete kürzer und widme mich mehr anderen Dingen. Am meisten natürlich meiner Familie."

Lukas Podolski (l.) macht von sich und Bastian Schweinsteiger ein Selfie (Foto: picture alliance/augenklick/GES/M. Gilliar)
Legendärer Moment: das WM-Finale 2014 in BrasilienBild: picture alliance/augenklick/GES/M. Gilliar

Wenige Wochen nach dem Rücktritt von Bastian Schweinsteiger am 29. Juli beendete damit der letzte beim deutschen Sommermärchen 2006 beteiligte Profi seine Laufbahn im DFB-Team. Podolski hatte am 6. Juni 2004 noch unter Teamchef Rudi Völler für Deutschland beim 0:2 gegen Ungarn in Kaiserslautern sein Debüt gegeben. Es folgten vier EM-Teilnahmen und drei WM-Teilnahmen - mit der Krönung des Titelgewinns 2014 in Brasilien. Mit 129 Länderspielen stieg der 31-Jährige zur Nummer drei in der ewigen DFB-Länderspielstatistik hinter Rekordnationalspieler Lothar Matthäus (150) und Miroslav Klose (137) auf. 48 Treffer bedeuten Platz vier in der ewigen Torschützliste des Nationalteams.

"Alles hat seine Zeit"

"Die Entscheidung ist mir sehr schwer gefallen. Die Nationalmannschaft war für mich immer Herzenssache, und das wird sie auch immer bleiben. Ich habe aber nach der Euro/Urlaub gespürt, dass sich mein Fokus verschoben hat. Alles hat seine Zeit - und meine Zeit beim DFB ist vorbei", schrieb Podolski. Seinen letzten Einsatz im DFB-Trikot hatte er bei der EM beim 3:0 im Achtelfinale gegen die Slowakei, als er in der 72. Minute für Julian Draxler eingewechselt wurde. Schon bei der WM in Brasilien war Podolski nicht mehr erste Wahl von Bundestrainer Joachim Löw und kam nur zu zwei Einsätzen. Vor der EM wehrte sich Podolski gegen das Image, nur noch Maskottchen im Weltmeisterteam zu sein.

Löw und DFB-Teammanager Oliver Bierhoff sprachen Podolski für dessen Nationalmannschaftskarriere großes Lob und große Anerkennung aus. "Auf ihn war und ist Verlass, bei aller Lockerheit und Leichtigkeit, für die er steht, ist er ein Vorbild an Professionalität und Einstellung, dem Erfolg hat er immer alles untergeordnet, auch sich selbst. Er hatte einen festen Platz in der Nationalmannschaft, für die er immer alles gegeben hat", wird Löw auf der DFB-Homepage zitiert. "Mit Poldi verliert die Nationalmannschaft einen leidenschaftlichen Fußballer und riesigen Sympathieträger, der uns und den Fans im Nationaltrikot fehlen wird", sagte Bierhoff. Podolski habe sich zu einer "Marke entwickelt" und sei sich "dabei immer treu geblieben."

ck/jhr (dpa)