Pilotenstreik in Skandinavien ist beigelegt | Wirtschaft | DW | 02.05.2019
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Luftverkehr

Pilotenstreik in Skandinavien ist beigelegt

Sieben Tage hat der Streik der skandinavischen Piloten gedauert, nun steht nach zähen Verhandlungen ein neues Abkommen. Der Pilotenstreik, von dem Hunderttausende Reisende betroffen waren, ist damit beendet.

"Ich kann erleichtert darüber informieren, dass wir diesen Konflikt jetzt hinter uns lassen können", sagte SAS-Chef Rickard Gustafson bei einer Pressekonferenz in der Nähe von Stockholm. Man habe eine auf drei Jahre angelegte Vereinbarung unterzeichnet. Details dazu sind noch nicht bekannt. Zuvor hatten die Streikparteien unter Vermittlung eines Schlichters knapp anderthalb Tage lang hinter verschlossenen Türen in Oslo verhandelt.

Fast 400.000 Reisende saßen fest

Der Pilotenstreik hatte dafür gesorgt, dass etliche Urlauber und Geschäftsreisende an den Flughäfen in Stockholm, Oslo, Kopenhagen und anderswo in Skandinavien festsaßen.  Seit die Piloten am vergangenen Freitag ihre Arbeit niedergelegt hatten,  waren mehr als 4000 Flüge ausgefallen, mehr als 380.000 Passagiere waren davon betroffen, darunter auch mehrere Verbindungen nach Deutschland.

Von SAS-Partnern betriebene Flieger konnten dagegen abheben. SAS selbst kostete der Pilotenstreik einen Millionenbetrag. Die skandinavischen Pilotengewerkschaften, die 545 norwegische, 492 schwedische und 372 dänische Piloten vertreten, haben 13 Prozent mehr Lohn und eine bessere Planbarkeit der Arbeitszeiten gefordert. Die Piloten wollen für Lohnkürzungen und andere Zugeständnisse entschädigt werden, die sie 2012 eingegangen waren, als es dem Unternehmen finanziell besonders schlecht gegangen war.

SAS hatte anführt, die Forderungen der Piloten würden erhebliche Kostensteigerungen für die Fluglinie nach sich ziehen. Das würde langfristig die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens und damit dann auch die Arbeitsplätze aller SAS-Mitarbeiter gefährden.

haz/bru (dpa, afp, rtr)

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