Philippinen im Visier des IS – DW-Reihe über religiöse Radikalisierung in Asien | Pressemitteilungen | DW | 16.04.2019
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Pressemitteilungen

Philippinen im Visier des IS – DW-Reihe über religiöse Radikalisierung in Asien

In der Reihe „Null Toleranz“ über radikale religiöse und politische Kräfte in Asien lief der zweite Teil auf den Fernsehkanälen der DW.

Die Reportage „Philippinen – Im Visier des IS“ geht der Frage nach, wie und wie erfolgreich der sogenannte „Islamische Staat“ die Philippinen als Brückenkopf in Asien zu nutzen versucht. Den Auftakt der Reihe bildete im vergangenen Jahr ein Film über Islamisten in Bangladesch.

Vor zwei Jahren brachte die Terrormiliz die überwiegend muslimische Stadt Marawi auf der Insel Mindanao unter seine Kontrolle. Erst nach fast sechs Monaten gelang es der philippinischen Armee, die Stadt zu befreien. Auf Mindanao gilt weiterhin das Kriegsrecht. Der Wiederaufbau geht langsam voran, mehr als 60.000 Einwohner leben in Notunterkünften.

Angesichts der kompletten Zerstörung Marawis erscheint der Staat unfähig, sein eigenes Territorium zu verteidigen, und der von den USA unterstützte militärische Sieg konnte die Verbreitung von IS-Propaganda nicht verhindern. Dabei nutzen die Terroristen einen alten Religionskonflikt für ihre Zwecke, denn seit mehr als 400 Jahren schwelt in der Region eine Fehde zwischen Muslimen und Christen. Muslime klagen über anhaltende Diskriminierung – ein ideales Umfeld für den IS, um neue Kämpfer für den Dschihad zu rekrutieren. 

Die Mischung aus autokratischen Systemen und religiösem Extremismus droht auch andere Länder in Asien, beispielsweise Indonesien, zu spalten. Diese Entwicklung wird die DW-Reihe „Null Toleranz“ in weiteren Folgen beleuchten.

Zum Start der Reportagereihe sagte DW-Intendant Peter Limbourg: „Die Deutsche Welle tritt weltweit für die Freiheitsrechte ein – insbesondere für die Meinungsfreiheit und die Freiheit der Medien. Damit machen wir uns nicht überall nur Freunde. Aber wir erhalten viel mehr positives Feedback von unseren Zuschauern und Nutzern als Kritik. Daher fühlen wir uns immer wieder bestärkt in unserer Arbeit und unserem Engagement.“ 

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