Peter Sagan sprintet zum Tagessieg | NRS-Import | DW | 08.07.2018
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2. Etappe

Peter Sagan sprintet zum Tagessieg

Allrounder Peter Sagan gewinnt die 2. Etappe der Tour de France und darf sich sogar noch über eine Zugabe freuen. Allerdings wohl nur für einen Tag. Und drei Deutsche ärgern sich.

Weltmeister Peter Sagan hat die zweite Etappe der 105. Tour de France gewonnen und ist auch ins Gelbe Trikot des Gesamt-Führenden geschlüpft. Der Slowake vom Bora-hansgrohe-Team setzte sich am Sonntag über 182,5 Kilometer von Moulleiron-Saint-Germain nach Le Roche-sur-Yon im Sprint vor dem Italiener Sonny Colbrelli durch. Dritter wurde der Franzose Arnaud Démare vor André Greipel vom Lotto-Soudal-Team. "Es war ein ziemlich gefährliches Finale, wir wussten, dass wir von vorne fahren müssen", kommentierte Greipel im Ziel im ARD-Fernsehen. "Die Bora-Jungs haben das gut gemacht, mich 250 Meter vor dem Ziel in den Wind gestellt. Es ist natürlich schade, dass bei dieser guten Mannschaftsleistung nichts rum gekommen ist."

Tour de France 2018 | 2. Etappe | Etappensieger Peter Sagan, Gelbes Trikot (Reuters/S. Mahe)

Peter Sagen: Gelb, wohl nur für einen Tag

John Degenkolb vom Trek-Segafredo-Team fuhr als zweitbester deutscher Radprofi über die Ziellinie und war ebenso enttäuscht, fühlte er sich doch vom späteren Sieger auf der Zielgeraden behindert. "Ich war mit dabei und hatte gute Beine, war in der Position, um den Etappensieg zu kämpfen. Aber wenn Sagan von links nach rechts fährt und mich fast in die Bande drängt, ist das halt doof." Degenkolbs Team legte also Protest ein, mit wenig Aussicht auf Erfolg freilich, denn auch Greipel befand es als "normale Rennsituation".

Favoritensturz vor dem Ziel

Sagan, der auch von einem Sturz einiger Mitfavoriten um den Vortagessieger Fernando Gaviria gut zwei Kilometer vor dem Ziel profitierte, wirkte nach dem Rennen ziemlich erschöpft: "Ich hatte es leichter erwartet, aber das Auf und Ab auf den letzten Kilometern war unglaublich hart." Und auf den Hinweis, dass er nun das Gelbe Trikot tragen dürfe, sagte er mit Blick auf das Mannschaftszeitfahren am Montag ironisch: "Für einen Tag, oder?!"

Tour de France 2018 | 2. Etappe | Sylvain Chavanel, Direct Energie (Reuters/S. Mahe)

Solist, kurz vor dem Karriere-Abschluss: Sylvain Chavanel

Auf der Strecke durch die Vende hatte Tour-Veteran Sylvain Chavanel über 150 Kilometer das Rennen geprägt. Der 39-Jährige vom Team Direct Energie, mit 18 Tour-Teilnahmen alleiniger Rekordhalter, fuhr zwischenzeitlich über vier Minuten Vorsprung heraus. 13 Kilometer vor dem Ziel musste er sich aber wieder im Hauptfeld einreihen und hatte mit der Entscheidung nichts mehr zu tun. Topsprinter Marcel Kittel (Katusha-Alpecin), am Vortag Dritter, war nach einem Defekt nur sieben Kilometer vor Schluss chancenlos und kam mit rund vier Minuten Rückstand ins Ziel.

to/jst (dpa/sid)

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