Pence: ″Wir machen beachtliche Fortschritte″ | Aktuell Amerika | DW | 26.06.2020
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USA

Pence: "Wir machen beachtliche Fortschritte"

Im Kampf gegen das Coronavirus sieht der US-Vizepräsident sein Land auf Kurs. Doch die Zahlen sprechen eine ganz andere Sprache. Auch führende Experten gießen Wasser in den Wein.


Vizepräsident Pence leitet das Briefing der Coronavirus Task Force (Getty Images/J. Roberts)

US-Vize Mike Pence (links) mit Regierungsberater Anthony Fauci im Weißen Haus

US-Vizepräsident Mike Pence sieht im Kampf gegen das Coronavirus "wirklich bemerkenswerte Fortschritte". Die Lage sei deutlich besser als vor zwei Monaten, sagte der Stellvertreter von Präsident Donald Trump im Weißen Haus beim ersten Briefing der Coronavirus-Taskforce des Weißen Hauses seit fast zwei Monaten. Zwar steige die Zahl der bestätigten Neuinfektionen in 16 Bundesstaaten. Die Zahl der Todesopfer sinke allerdings landesweit.

Mit rund 40.000 gemeldeten Fällen binnen 24 Stunden hatten die Virusnachweise in den Vereinigten Staaten einen Höchststand erreicht. Pence, der der Corona-Taskforce vorsteht, erklärte, der Anstieg gehe auf eine Ausweitung der Tests zurück. Ähnlich argumentiert auch Trump, der im November zur Wiederwahl antritt.

"Leben schützen - Land hochfahren"

Den Angehörigen der Menschen, die an COVID-19 gestorben sind, sprach Pence sein Mitgefühl aus. "Wir haben mehr als 126.000 unserer Landsleute an die Krankheit verloren." Das Ziel sei, Leben zu schützen und das Land sicher hochzufahren. Alle 50 US-Bundesstaaten hätten Maßnahmen zur Wiedereröffnung getroffen.

Dr. Fauci I Direktor des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten (Getty Images/K. Dietsch)

"Ein ernstes Problem": Virenexperte Anthony Fauci am Dienstag in Washington

Einen ganz anderen Schwerpunkt setzte der prominente US-Virologe und Präsidentenberater Anthony Fauci, der ebenfalls an der Pressekonferenz teilnahm. "Wir haben in bestimmten Gebieten ein ernstes Problem", sagte er und fügte hinzu: "Wir können das nur gemeinsam durchstehen."

Vorreiter macht Rückzieher

Besonders betroffen sind die südlichen Bundesstaaten Florida, Texas und Arizona. Der texanische Gouverneur Greg Abbott ordnete an, dass Bars, die im Mai wieder öffnen durften, erneut geschlossen werden. Sein Bundesstaat gehörte bislang beim Hochfahren der Wirtschaft zu den Vorreitern. Auch in Florida wurde der Verkauf von Alkohol in Bars untersagt. Das Gesundheitsministerium in Florida gab mit fast 9000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages einen neuen Höchstwert bekannt. 

USA I Textas I Greg Abbotts (Getty Images/AFP/M. Felix)

Erzwungene Lagerhaltung: Barbesitzer mit neuer Lieferung in Houston/Texas

Die USA sind weltweit das Land mit den meisten gemeldeten Corona-Infektionen. 2,4 Millionen Ansteckungen mit SARS-CoV-2 wurden bisher nachgewiesen. Die Gesundheitsbehörde CDC geht von einer hohen Dunkelziffer aus. "Für jeden Fall, den wir erfasst haben, gab es wahrscheinlich zehn weitere Infektionen", sagte CDC-Direktor Robert Redfield. Die meisten Experten machen in erster Linie die von Präsident Trump vorangetriebene Lockerung von Corona-Beschränkungen in den Bundesstaaten für die steigenden Fallzahlen verantwortlich.

jj/as (dpa, afp, rtr)

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