Pakistan droht Indien mit ″Kampf bis zum Ende″ | Aktuell Asien | DW | 14.08.2019
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Kaschmir-Krise

Pakistan droht Indien mit "Kampf bis zum Ende"

Zwei Atommächte streiten sich um das Kaschmir-Gebiet. Nun warnt Pakistan Indien vor einem weiteren Schritt. Der Weltfriede sei in Gefahr.

Inmitten der Spannungen um Kaschmir hat Pakistans Premierminister Imran Khan (Artikelbild) Indien vorgeworfen, Angriffe auf den pakistanischen Teil der Gebirgsregion zu planen. Sein Land habe entsprechende Geheimdienstinformationen.

"Ich warne den indischen Premierminister Narendra Modi, dass unsere Reaktion noch stärker sein wird", sagte Khan in einer Rede zum pakistanischen Unabhängigkeitstag. "Unsere Streitkräfte, unsere ganze Nation ist bereit zu reagieren." Khan drohte einen "Kampf bis zum Ende" an. Es sei an der Zeit, Indien "eine Lektion zu erteilen", sagte er im Parlament in Muzaffarabad im pakistanischen Teil von Kaschmir.

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Khan warnt indische Regierung

Indien und Pakistan streiten sich schon seit mehr als 70 Jahren um die Himalaya-Region Kaschmir. Zwei Kriege wurden deswegen bereits geführt. Beide Atommächte beherrschen jeweils einen Teil von Kaschmir, ein weiterer Teil gehört zu China.

Kaschmir möglicherweise diese Woche Thema im UN-Sicherheitsrat

Weil die indische Regierung ihrem Teil Anfang vergangener Woche den Autonomiestatus entzogen hatte, bat Pakistan inzwischen die Länder des UN-Sicherheitsrats um eine Sondersitzung. Aus Diplomatenkreisen verlautete, dass das Thema vielleicht noch diese Woche auf die Tagesordnung gesetzt werde.

USA UN-Sicherheitsrat (picture-alliance/dpa/K. Nietfeld)

Der UN-Sicherheitsrat befasst sich möglicherweise noch diese Woche mit dem Kaschmir-Konflikt

Die bisherige Autonomieregelung sicherte dem indischen Teil Kaschmirs unter anderem eine eigene Verfassung und weitgehende Kompetenzen. Viele Kaschmirer sind gegen die Neuregelung. Zehntausende Soldaten wurden in die Region geschickt, um Proteste gegen das Vorgehen der Regierung in Neu Delhi zu verhindern. Internet und Telefon sind seither blockiert. Es gilt eine Ausgangssperre. Mit der Neuregelung will der indische Premierminister Modi die Region stärker in das mehrheitlich hinduistische Indien integrieren.

hf/gri (afp, dpa)

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