Paketbomber von Austin sprengt sich selbst in die Luft | Aktuell Amerika | DW | 21.03.2018
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Texas

Paketbomber von Austin sprengt sich selbst in die Luft

Drei Wochen lang hielt eine mysteriöse Serie von Bombenexplosionen rund um die texanische Hauptstadt Austin Bevölkerung und Polizei in Atem. Nun kam der mutmaßliche Täter bei einer Verfolgungsjagd ums Leben.

USA Austin Texas - Polizeiaufgebot nach Explosion (Reuters/L. Elliott)

Sprecher der Polizei informieren in Austin über das Ende des mutmaßlichen Paketbombers

"Der Verdächtige ist verstorben", teilte der Polizeichef von Austin, Brian Manley, ruhig und sachlich den wartenden Reportern mit. Er sei seinen schweren Verletzungen erlegen. Man habe seine Spur bis vor ein Hotel außerhalb der Stadt verfolgt und auf ein Einsatzsatzkommando gewartet. Als die Polizisten ihn stoppten, habe sich der mutmaßliche Paketbomber in seinem Auto selbst in die Luft gesprengt. Ein Beamter sei dabei verletzt worden.  

Bei dem Täter handele sich um einen 24-jährigen Weißen, dessen Motive noch unklar seien, erläuterte Manley. Die Justiz halte ihn für verantwortlich für sämtliche fünf Bombenexplosionen, bei denen in den vergangenen Tagen zwei Menschen getötet und mehrere verletzt wurden. Auch über mögliche Komplizen wisse man noch nichts.

Laut lokalen Medien hatten Ermittler den Verdächtigen anhand von Videos von Überwachungskameras ausgemacht, die ihn am Sonntag bei der Aufgabe zweier Pakete in einem Geschäft des Paketzustellers FedEx in Austin zeigten. Eines dieser Pakete sei in der Nacht zum Dienstag in der FedEx-Filiale in der Kleinstadt Schertz nahe San Antonio explodiert.

Die Serie der Anschläge hatte am 2. März begonnen. Nach dem Verdächtigen war fieberhaft gefahndet worden. Nach den ersten Bombendetonationen waren die Fahnder von einem rassistischen Motiv ausgegangen, weil die Opfer Afroamerikaner und Hispanics waren.  

SC/stu (APE, afp, dpa)