Pässe für Kriminelle - Handel mit biometrischen Daten im Dark Web | DokFilm | DW | 14.06.2019
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Pässe für Kriminelle - Handel mit biometrischen Daten im Dark Web

Der Fingerabdruck, die Iris oder die eigene Stimme sind die Merkmale jedes Menschen, wenn es um die Identifizierung mittels biometrischer Daten geht. Die IT-Branche verspricht Sicherheit, doch Cyberkriminelle knacken längst Datenbanken.

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Immer häufiger werden biometrische Daten zur Identifizierung abgefragt - im privaten Bereich bei Transaktionen im Netz oder an den Grenzen, wo biometrische Pässe dafür sorgen sollen, dass Staaten genau kontrollieren können, wer einreist. Mit dem Versprechen der umfassenden Sicherheit verdient die IT-Industrie Millionen. Aber auch der Staat vertraut darauf, dass durch diese sogenannten biometrischen Daten Pässe und Personalausweise noch besser geschützt sind. Doch Cyberkriminelle haben die Datenbanken, die biometrische Daten speichern, schon längst im Visier. Sie dringen bei staatlichen Stellen oder in IT-Systeme der privaten Wirtschaft ein und verschaffen sich so Zugriff auf die sensiblen Daten. Es gibt bereits erste Fälle, bei denen Kriminelle und Terroristen biometrische Daten missbrauchen. Und es werden inzwischen Reisedokumente mit biometrischen Daten im Dark Web angeboten. Für die Opfer eines solchen Datendiebstahls ist das eine Katastrophe. Wie sollen sie nachweisen, dass sie eine kriminelle Tat nicht begangen haben? Dass ihr Fingerabdruck nicht ihr Fingerabdruck ist. Und: Ein gestohlener Fingerabdruck oder das geklonte Gesicht lassen sich nicht ersetzen. Das bedeutet, die Opfer haben im schlimmsten Fall den Rest ihres Lebens ein Problem. Sind es nur Sicherheitslücken oder ist es unmöglich, die Daten verlässlich zu schützen? Wer trägt die Verantwortung? Die Dokumentation zeigt, wo Staat und Wirtschaft an den falschen Stellen sparen, konfrontiert die Verantwortlichen und spricht mit Opfern. Denn noch ist es nicht zu spät, Menschen vor dem Diebstahl ihrer Identität zu schützen.