Ouagadougou: Al-Kaida-Ableger reklamiert tödliche Angriffe für sich | Aktuell Afrika | DW | 03.03.2018
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Burkina Faso

Ouagadougou: Al-Kaida-Ableger reklamiert tödliche Angriffe für sich

Einen Tag nach den Angriffen auf das Armeehauptquartier sowie auf die französische Botschaft in der Hauptstadt von Burkina Faso hat sich nun eine weitgehend unbekannte Islamistengruppe zu dem tödlichen Anschlag bekannt.

Es sei um Vergeltung für den französischen Militäreinsatz im Nachbarland Mali gegangen, heißt es in einer Erklärung der "Gruppe für die Unterstützung des Islam und der Muslime", die eine private mauretanische Agentur verbreitete. Sie habe auf die Tötung einiger ihrer Führer durch französische Kräfte vor ein paar Tagen reagiert.

Acht Sicherheitskräfte und acht Angreifer getötet

Die Angreifer hatten am Freitag das Armeehauptquartier sowie die französische Botschaft in der Hauptstadt Ouagadougou attackiert. Dabei wurden acht Sicherheitskräfte sowie acht Angreifer getötet. Dutzende weitere wurden verletzt. Augenzeugen berichteten von bewaffneten Männern, die im Zentrum der Stadt aus einem Auto gesprungen seien und das Feuer auf Passanten eröffnet hätten. Dann seien sie Richtung französische Botschaft gestürmt. Zeitgleich sei eine Autobombe vor dem Hauptquartier der Armee und dem benachbarten französischen Kulturzentrum explodiert.

Die "Gruppe für die Unterstützung des Islam und der Muslime" ist ein in Mali beheimateter Ableger der Extremisten-Organisation Al-Kaida. Die Gruppe wird von dem malischen Touareg Iyad Ag Ghaly angeführt. Mali war durch einen Militärputsch im März 2012 ins Chaos gestürzt. Um das Vorrücken von Islamisten und Tuareg-Rebellen vom Norden in den Süden zu stoppen und die geschwächten Regierungstruppen zu unterstützen, griff die ehemalige Kolonialmacht Frankreich 2013 militärisch ein. Bis heute sind zahlreiche französische Soldaten in Mali stationiert. Auch die Bundeswehr ist dort an einer UN-Mission beteiligt, deren Ziel die Friedenssicherung ist.

ie/qu (afp, rtr)