Oppositionsführerin von Bangladesch vorläufig frei | Aktuell Asien | DW | 12.03.2018
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Asien

Oppositionsführerin von Bangladesch vorläufig frei

Ob Khaleda Zia wieder ins Gefängnis zurück muss, ist noch offen. Denn ihr Berufungsprozess steht aus. Im Februar war die Ex-Regierungschefin zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden - wegen Veruntreuung.

Bangladeschs ehemalige Premierministerin und heutige Oppositionsführerin Khaleda Zia (Archivbild) ist einen Monat nach ihrer Verurteilung zu fünf Jahren Haft vorläufig wieder auf freiem Fuß. Ein Gericht in Dhaka ordnete an, die 72-Jährige für zunächst vier Monate freizulassen.

Zuvor habe der High Court eine Berufung gegen das Urteil vom Februar zugelassen, sagte ihr Verteidiger Sagir Hossain Leon zu Journalisten. Der High Court ist unter dem Obersten Gerichtshof, dem Supreme Court, angesiedelt.

Opposition: Politisches Urteil

Zia war im Februar zu der Gefängnisstrafe verurteilt worden - wegen Veruntreuung von Spendengeldern in Höhe von 21 Millionen Taka (gut 200.000 Euro) für eine Waisenhausstiftung während ihrer Amtszeit. Ihre Partei BNP hatte argumentiert, das Verfahren sei politisch motiviert und solle Zia von der Parlamentswahl Ende des Jahres fernhalten.

Der Korruptionsfall ist einer von Dutzenden, die gegen Zia anhängig sind. Seit Jahrzehnten ist sie die politische Rivalin der amtierenden Regierungschefin Sheikh Hasina. Zia hat das Land bereits zweimal regiert - von 1991 bis 1996 und von 2001 bis 2006. Ihr Ehemann war der 1981 ermordete damalige Staatspräsident Ziaur Rahman.

jj/uh (dpa, ap)

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