Oppositionsführer in Sambia festgenommen | Aktuell Afrika | DW | 11.04.2017
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Sambia

Oppositionsführer in Sambia festgenommen

Der bei der Präsidentschaftswahl in Sambia unterlegene Oppositionsführer Hakainde Hichilema ist unter dem Vorwurf des Verrats festgenommen worden. Dabei soll Tränengas eingesetzt worden sein.

Wie der Anwalt Jack Mwiimbu in Lusaka mitteilte, hatten mehr als hundert bewaffnete Polizisten in der Nacht das Haus von Oppositionsführer Hakainde Hichilema umstellt. Vor seiner Festnahme sei Tränengas abgefeuert worden. Anschließend wurde Hichilema zu einem Verhör in eine Polizeiwache gebracht.

Autos versperren dem Präsidenten den Weg

In dem afrikanischen Land droht auf Verrat eine Mindeststrafe von 15 Jahren Haft und im schlimmsten Fall die Todesstrafe. Der Verratsvorwurf geht nach Angaben des Anwalts möglicherweise auf einen Vorfall vom Wochenende zurück: Fahrzeuge des Oppositionsführers sollen einem Konvoi von Präsident Edgar Lungu auf einer Hauptstraße den Weg versperrt haben, als beide auf dem Weg zu einer traditionellen Zeremonie waren.

Sambia Lusaka Präsident Edgar Chagwa Lungu (picture-alliance/dpa/X.Penglijun)

Die Opposition wirft Präsident Edgar Lungu vor, seine Gegner einzuschüchtern

Die Opposition in Sambia wirft Lungus Regierung vor, politische Gegner gezielt einzuschüchtern. Hichilema, Vorsitzender der Vereinigten Partei für die nationale Entwicklung (UPND), hatte Lungu nach dessen Wahlsieg im August 2016 auch Wahlbetrug vorgeworfen.

Hichilema hatte mehrere Anläufe unternommen, das Wahlergebnis anzufechten. Dabei hatte Lungu 50,3 Prozent der Stimmen erhalten, Hichilema 47,6 Prozent. Sambia, im südlichen Afrika gelegen, galt bislang als politisch relativ stabil.

uh/sti (dpa, afp)

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