OPEC hält das Öl-Angebot knapp | Aktuell Welt | DW | 01.07.2019
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Rohstoffe

OPEC hält das Öl-Angebot knapp

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) tritt bei der Förderung weiter auf die Bremse. Verbraucher müssen sich auf steigende Preise für Heizöl und Benzin einstellen.

Die Mitgliedsstaaten der OPEC hätten sich bei ihrem Treffen in Wien darauf verständigt, neun weitere Monate - also bis März 2020 - die Ölproduktion zu drosseln, teilten die Vertreter der Vereinigten Arabischen Emirate und Venezuelas übereinstimmend mit.

Die Organisation erdölexportierender Länder will nun die zehn kooperierenden Staaten wie etwa Russland davon überzeugen, dieser Strategie zu folgen. Eine Einigung in der sogenannten "OPEC+"-Runde, die an diesem Dienstag tagt, gilt als sicher.

"Preis nach oben"

"Dieses Vorgehen der OPEC ist ein klares Signal, um den Preis nach oben zu bringen", sagte ein Analyst. Bereits im Dezember hatten sich die "OPEC+"-Staaten darauf verständigt, 1,2 Millionen Barrel (1 Barrel = 1 Fass = 159 Liter) Öl pro Tag weniger als im Oktober 2018 aus dem Boden zu pumpen. Dadurch soll ein Überangebot auf dem Ölmarkt verhindert werden, das die Preise drücken würde. Der bisherige Pakt lief am Sonntag aus.

Saudi-Arabien | Stopp aller Öltransporte durch die Meerenge von Bab el-Mandeb im Roten Meer (Reuters/File Photo/A. Jadallah)

Raffinerie im OPEC-Land Saudi-Arabien

Die 14 OPEC-Länder fördern gemeinsam rund ein Drittel des gesamten Ölangebots, die 24 "OPEC+"-Staaten gemeinsam fast die Hälfte. Insgesamt liegt das Ölangebot derzeit bei rund 99 Millionen Barrel Öl pro Tag, während die Nachfrage nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) im Schnitt 100,4 Millionen Barrel beträgt. US-Präsident Donald Trump hatte das Ölkartell mehrmals dazu aufgefordert, die Produktion anzukurbeln und damit den Preis des Rohstoffs zu drücken.

wa/stu (dpa, rtr)

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema