OPCW bestätigt Giftgas-Einsatz in Sarakeb | Aktuell Nahost | DW | 16.05.2018
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Syrien-Krieg

OPCW bestätigt Giftgas-Einsatz in Sarakeb

Die Organisation für ein Verbot von Chemiewaffen (OPCW) hat den mutmaßlichen Einsatz von Giftgas bei einem Angriff in Syrien im Februar bestätigt. Wahrscheinlich sei Chlorgas als chemische Waffe eingesetzt worden.

Eine Erkundungsmission sei zu dem Ergebnis gekommen, dass in der Stadt Sarakeb in der Provinz Idlib am 4. Februar Chlorgas aus Zylindern freigesetzt worden sei, teilte die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) in Den Haag mit. Das Chlorgas sei "wahrscheinlich als chemische Waffe eingesetzt worden", so die Experten.


Syrische Aktivisten hatten am 4. Februar gemeldet, dass elf Menschen nach Luftangriffen von Regierungstruppen in Sarakeb mit Atembeschwerden behandelt worden seien. Zur Frage, welche Konfliktpartei das Giftgas verwendet habe, äußerten sich die OPCW-Experten nicht. 

Möglicher Giftgas-Einsatz in Duma wird noch untersucht

Auch in den Folgewochen war die syrische Regierung beschuldigt worden, bei der Rückeroberung der Rebellenhochburg Ost-Ghuta mehrfach Giftgas eingesetzt zu haben. Nach Angaben von Helfern und Ärzten waren allein bei einem Angriff in Duma am 7. April mehr als 40 Menschen getötet worden.

Der OPCW-Bericht hierzu ist noch nicht veröffentlicht worden. Die Organisation arbeitet derzeit weiter an der Untersuchung des Falls.

gri/se (dpa, afp)

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