Omikron in den USA: ″Grund zur Sorge, nicht zur Panik″ | Aktuell Amerika | DW | 02.12.2021
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COVID-19

Omikron in den USA: "Grund zur Sorge, nicht zur Panik"

"Wir müssen bereit sein": Mit verschärften Einreiseregeln, mehr Impfungen und mehr kostenlosen Heimtests will US-Präsident Biden in den Wintermonaten dem Coronavirus und der Omikron-Variante entgegentreten.

Die Omikron-Variante des Coronavirus sei "Grund zur Sorge, aber kein Grund zur Panik", sagte Joe Biden bei der US-Gesundheitsforschungsbehörde NIH. Der US-Präsident hatte diesen Besuch in Bethesda nahe der Hauptstadt Washington angesetzt, um seine Corona-Strategie für den Winter vorzustellen.

Als eine zentrale Maßnahme zur Eindämmung der Pandemie werden ab kommender Woche die Testvorgaben für Einreisende verschärft. Reisende müssen dann vor ihrem Abflug in Richtung USA einen negativen Corona-Test vorlegen, der höchstens einen Tag alt ist. Das gilt für US-Bürger und Ausländer gleichermaßen und unabhängig vom Impfstatus. Bislang konnten geimpfte Reisende einen bis zu drei Tage alten Test vorlegen. Ungeimpfte Ausländer dürfen bis auf wenige Ausnahmen überhaupt nicht einreisen.

Acht Omikron-Fälle in den USA

Für Reisen innerhalb der USA wird Biden die bereits geltende Maskenpflicht in Flugzeugen, Zügen und Bussen mindestens bis März verlängern. "Experten sagen, dass die COVID-19-Fälle in den kommenden Wochen weiter ansteigen werden", sagte der Präsident am NIH-Sitz. "Wir müssen bereit sein." Derweil sind in den USA acht Omikron-Fälle bestätigt. Zwei davon wurden in Kalifornien und einer in Minnesota gefunden, bevor im Staat New York fünf weitere Fälle der Corona-Variante auftauchten.

USA | Coronavirus | Ankündigung COVID Strategie | Impfzentrum

Impfen gegen das Coronavirus im Sanford Civic Center im US-Bundesstaat Florida

Biden will auch die Bemühungen verstärken, dass Menschen sich gegen das Coronavirus impfen und sich eine Auffrischungsimpfung geben lassen. "Holen Sie sich jetzt Ihren Booster", appellierte er eindringlich. Auch sollen mehr Kinder geimpft und die Schulen offen gehalten werden. Doch Bidens Überzeugungsarbeit stößt vielerorts auf taube Ohren: In den USA sind nur knapp 60 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft.

Eine Pandemie mit Spaltungspotential

Alle Versuche Bidens, die Zahl der Impfungen durch eine Impfpflicht für Staatsbedienstete und eine Impf- oder Testpflicht in großen Unternehmen nach oben zu treiben, treffen auf den erbitterten Widerstand der oppositionellen Republikaner. Im föderalen System der USA sind die Befugnisse des Präsidenten im Kampf gegen die Pandemie ohnehin begrenzt. So bekräftigte Biden zwar, dass er nicht von einer Rückkehr zu den Lockdowns ausgehe. Doch diese Entscheidung liegt einzig bei den Gouverneuren.

Seine Landsleute rief Biden auf, sich nicht durch die Pandemie spalten zu lassen. "Ich weiß, dass COVID-19 sehr entzweiend ist. In diesem Land ist es ein politisches Thema geworden. Das ist sehr, sehr schade."

rb/mak (AFP, AP, dpa Reuters)

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USA: Zweifel an Corona-Impfung für Kinder

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