″Ocean Viking″ findet Hafen in Sizilien | Aktuell Welt | DW | 07.08.2021
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Migration

"Ocean Viking" findet Hafen in Sizilien

Rund 550 Bootsmigranten hatte das Schiff an Bord. Jetzt darf es in Sizilien anlegen. Die italienischen Behörden wiesen den Seenotrettern den Hafen von Pozzallo im Südosten der Insel zu.

Sizilien | Ocean Viking Schiff

Die Flüchtlinge hatten fast eine Woche an Bord der "Ocean Viking" ausharren müssen

Das bestätigte die Organisation SOS Méditerranée. Zuvor hatten einige Migranten bereits aus medizinischen Gründen an Land gehen dürfen. Auf der "Ocean Viking" befanden sich nach Angaben der Hilfsorganisation zuletzt noch 118 Minderjährige, 94 davon unbegleitet.

Die Crew hatte die Migranten im zentralen Mittelmeer aus Seenot gerettet. Die Flüchtlinge legen meist von den Küsten Libyens oder Tunesiens ab, um die EU zu erreichen. Oft sind die Boote überfüllt.

"Sea-Watch 3" schon im Hafen

Zuvor hatte die "Sea-Watch 3" der in Berlin ansässigen Organisation Sea-Watch  mit mehr als 255 Bootsmigranten den Hafen von Trapani im Westen Siziliens ansteuern dürfen. Nach Angaben der Helfer sind viele Migranten erschöpft oder sie zeigen Anzeichen psychischer Probleme. Binnen eines Tages haben die italienischen Behörden damit zwei Seenotretter-Schiffen mit mehr als 800 Bootsmigranten einen Hafen zugewiesen.

Mittelmeer Ocean Viking rettet 57 Menschen von Schlauchboot

Das Mittelmeer zählt zu den gefährlichsten Flüchtlingsrouten. Die "Ocean Viking" ist immer wieder im Einsatz (Archivbild)

Unterdessen protestierte in Deutschland an diesem Samstag ein Bündnis aus Seenotrettungs- und Geflüchtetenorganisationen unter dem Motto "Seenotrettung ist #unverhandelbar" gegen das Sterben im Mittelmeer. In über 15 deutschen Städten beteiligten sich mehrere Tausend Menschen an Demonstrationen, wie die Initiatoren mitteilten. Dazu aufgerufen hatten unter anderem Sea-Watch, Seebrücke, Sea Eye, United4Rescue, Amnesty International, Oxfam, Ärzte ohne Grenzen und Pro Asyl.

Die Organisationen wiesen darauf hin, dass allein in diesem Jahr bereits mehr als 1000 Menschen im Mittelmeer ertrunken seien. Zudem seien rund 14.000 Menschen von der libyschen Küstenwache zurück nach Libyen gebracht worden. Dort drohten Folter und Menschenrechtsverletzungen.

haz/jj/kle (dpa, kna, epd)

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