Nordkoreanisches Orchester spielt in Südkorea | Aktuell Asien | DW | 08.02.2018
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Koreanische Beziehungen

Nordkoreanisches Orchester spielt in Südkorea

Zum ersten Mal seit 16 Jahren haben Musiker aus Nordkorea ein Konzert in Südkorea gegeben. Es war der erste von zwei Auftritten anlässlich der Winterolympiade im benachbarten Süden.

Zum ersten Mal seit 16 Jahren haben Musiker aus Nordkorea ein Konzert in Südkorea gegeben. Es war der erste von zwei Auftritten änlässlich der Winterolympiade.

Am Vorabend der Eröffnung der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang trat das Samjiyon-Orchester mit 140 Mitgliedern am Donnerstag in der östlichen Küstenstadt Gangneung für ein anderthalbstündiges Konzert auf, wie südkoreanische Sender und die Nachrichtenagentur Yonhap berichteten. Das aus sechs bis sieben Ensembles zusammengewürfelte Orchester spielte vor rund 800 Zuschauern Lieder aus Süd- und Nordkorea sowie Teile aus westlichen Symphonien und Filmmusik.

Letztes Konzert 2002

Mit dabei waren laut Yonhap auch Mitglieder des staatlichen Symphonie-Orchesters und eines Chors der Volksarmee. Den Berichten zufolge war es der erste Auftritt einer nordkoreanischen Musikgruppe in Südkorea seit 2002. Zu dem Konzert wurden auch zahlreiche Mitglieder von Familien eingeladen, die durch den Korea-Krieg (1950-53) auseinandergerissen wurden. Die meisten Eintrittskarten wurden verlost.

Das Orchester war am Dienstag per Schiff angereist. Die Fähre "Mangyongbong 92" dient den Nordkoreanern bis zu einem zweiten geplanten Konzert am Sonntag in der Hauptstadt Seoul auch als Unterkunft. Beide Staaten hatten sich zuletzt nach langer Funkstille angenähert. Die kommunistische Regierung in Pjöngjang hatte zugesagt, neben einer hohen Delegation, Athleten und einer Fangruppe auch Künstler und ein Taekwondo-Showteam zu den Winterspielen zu schicken.

cgn/uh (dpa)