Nordkoreanischer Soldat flüchtet nach Südkorea | Aktuell Asien | DW | 21.12.2017
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Korea

Nordkoreanischer Soldat flüchtet nach Südkorea

Erneut ist einem Soldaten aus Nordkorea die Flucht über die stark bewachte innerkoreanische Grenze gelungen. Als der Mann im Morgengrauen den gefährlichen Schritt wagte, herrschte dichter Nebel.

Schüsse seien nicht abgefeuert und auf nordkoreanischer Seite seien auch keine ungewöhnlichen Truppenbewegung festgestellt worden, hieß es aus Südkoreas Hauptstadt Seoul.

Der Zwischenfall ereignete sich wenige Wochen nach der dramatischen Flucht eines Soldaten aus Nordkorea über den Grenzort Panmunjom, der sich in der vier Kilometer breiten Grenzzone befindet.

Der Soldat, der zunächst auf nordkoreanischer Seite mit einem Militärfahrzeug nach Panmunjom gefahren war und dann zu Fuß seine Flucht fortsetzte, wurde dabei von Grenzposten seines Landes angeschossen. Er wurde von südkoreanischen Soldaten über die Grenze gezogen und in ein Krankenhaus gebracht. 

Hunger oder Frust 

Zahlreiche Nordkoreaner flüchten jedes Jahr aus Hunger oder Unzufriedenheit mit der autokratischen Führung aus ihrer weithin abgeschotteten Heimat. Doch die meisten wählen den Weg über die Grenze nach China, oft fallen dabei auch Schüsse von Grenzsoldaten. Über Drittländer gelangen viele später dann schließlich nach Südkorea. Eine Flucht direkt über die innerkoreanische Landesgrenze ist selten. 

Das Grenzgebiet zwischen den beiden koreanischen Staaten ist mit Minenfeldern, Stacheldraht und Zäunen abgesichert. Die Durchquerung ist extrem gefährlich. In diesem Jahr gelang insgesamt vier nordkoreanischen Überläufern die Flucht.

haz/cw (dpa, afp)