Nordkorea will Gespräche und feuert Raketen ab | Aktuell Welt | DW | 09.09.2019
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Atomkonflikt

Nordkorea will Gespräche und feuert Raketen ab

Die vereinbarten Arbeitsgespräche mit den USA könnten bereits im September starten, erklärte Pjöngjang. Und als ob man diesem Vorschlag Nachdruck verleihen wollte, schoss Nordkorea Stunden später wieder zwei Raketen ab.

Zwei unidentifizierte Geschosse seien aus der südlichen Provinz Nordkoreas in Richtung Meer abgeschossen worden, erklärte das Südkoreanische Militär. Weitere Details wurden nicht genannt. Zuvor hatte Nordkorea  erklärt, sich unter Bedingungen wieder zu neuen Gesprächen mit den USA über die Abrüstung seines Atomwaffenprogramms treffen zu wollen. Die nordkoreanische Vize-Außenministerin Choe Son Hui (Artikelbild) erklärte, dass ihre Regierung weiterhin von Washington neue Vorschläge erwarte, die Pjöngjang zufrieden stellen müssten. Sollte die US-Seite wieder "mit dem ausgedienten Szenario herumspielen", könne dies das Ende der Beziehungen bedeuten, wurde Choe von den staatlichen Medien zitiert.

Pjöngjang macht Druck

US-Präsident Donald Trump nannte die Botschaft aus Pjöngjang "interessant", ließ aber zunächst offen, ob es bald zu einem Treffen kommen könnte. Er betonte auch, er habe eine sehr gute Beziehung zu Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un. Die beiden hatten Ende Juni bei einem kurzen Treffen an der innerkoreanischen Grenze Verhandlungen auf Arbeitsebene vereinbart.

USA | Nordkorea | Entmilitarisierte Zone | Donald Trump | Kim Jong Un (Reuters/U.S. Network Pool)

Ende Juni an der innerkoreanischen Grenze: Kim und Trump sind bester Stimmung

Die Arbeitsgespräche könnten bereits Ende September starten, erklärte die nordkoreanische Vize-Außenministerin. Ihr Land sei zu Gesprächen über alle Probleme bereit, über die beide Seiten bisher diskutiert hätten, hieß es. Auf Ort und Zeit könnten sich beide Länder noch einigen. Ihre Regierung habe den USA genug Zeit gegeben, um neue Vorschläge auszuarbeiten.

Nordkorea leidet unter den Sanktionen

Kim hatte den USA bis Ende dieses Jahres eine Frist gesetzt, um eine "mutige Entscheidung" zu treffen. Die USA müssten eine neue Kalkulation vorlegen. Pjöngjang wirft Washington vor, einseitig seine Abrüstungsforderungen durchsetzen zu wollen.

Nordkorea leidet unter harten Sanktionen der Vereinten Nationen und der USA. Die US-Regierung will die Sanktionen jedoch  beibehalten, solange das mit dem nordkoreanischen Atomprogramm verbundene Risiko nicht gebannt ist. Zuletzt hatte Nordkorea auch wieder eine Reihe von Raketen, darunter auch ballistische Kurzstreckenraketen, getestet. Anlass waren gemeinsame Militärmanöver der USA mit Südkorea.

nob/fab (dpa, rtr)

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