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KonflikteNordkorea

Nordkorea will Feinden "endlose Furcht" einjagen

14. April 2023

Der Test einer neuartigen ballistischen Langstreckenrakete mit Feststoffantrieb soll Nordkoreas Schlagkraft stärken. Diktator Kim Jong Un verfolgte den Start gemeinsam mit seiner Tochter und drohte seinen Gegnern.

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Machthaber Kim Jong Un und seine Tochter verfolgen den Raketentest. Beide stehen mit dem Rücken zur Kamera. Der Blick ist auf die abhebende Rakete gerichtet.
Bild: KCNA/Yonhap/picture alliance

Nordkorea hat erklärt, eine mit Festbrennstoff betriebene Interkontinentalrakete erfolgreich getestet zu haben und bestätigte damit Berichte der südkoreanischen Militärführung. Diese hatte den Test einer "neuartigen Rakete" durch Pjöngjang gemeldet, die "möglicherweise mit Festbrennstoff betrieben wird".  

Gemeinsam mit seiner Tochter schaute sich Machthaber Kim Jong Un den Raketentest an, wie nordkoreanische Staatsmedien zeigten. Auch seine Frau und Schwester sollen anwesend gewesen sein.

"Neuorganisation der strategischen Abschreckung” 

Mit dem Test solle die "militärische Wirksamkeit des neuen strategischen Waffensystems beurteilt" werden, so die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA. Die neue Waffe werde "unsere strategische Abschreckung neu organisieren und die Wirkung unseres nuklearen Gegenschlags verstärken", zitierte die Nachrichtenagentur Kim Jong Un. "Wir werden mit tödlicher Kraft zuschlagen und aggressiv reagieren, bis der Feind seine müßige Strategie und sein törichtes Verhalten aufgibt und unter nicht endender Furcht leidet."

Kim Jong Un und seine Tochter. Im Hintergrund Wiese und Bäume. Kim Jong Un zeigt auf etwas.
Die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA zeigt Bilder, wie Machthaber Kim Jong Un gemeinsam mit seiner Familie den Raketentest verfolgtBild: KCNA/REUTERS

Südkoreas Verteidigungsministerium erklärte, Nordkorea entwickle die Waffe noch und benötige mehr Zeit, um die Technologie zu beherrschen. Dies deute an, dass Pjöngjang möglicherweise weitere Tests durchführen könnte. 

Feststoffraketen: Einfacher zu lagern und zu transportieren 

Das Raketenarsenal Nordkoreas bestand bislang nur aus Raketen, die mit Flüssigtreibstoff angetrieben werden. Feststoffraketen sind einfacher zu transportieren und zu lagern. Das macht ihre Entdeckung schwieriger. Sie lassen sich außerdem schneller für den Start vorbereiten als Flüssigtreibstoffraketen.  

Die militärischen Spannungen auf der koreanischen Halbinsel hatten sich zuletzt drastisch verschärft. Die kommunistische Führung in Pjöngjang droht immer wieder mit einer militärischen Eskalation in der Region. Angesichts der anhaltenden Provokationen Nordkoreas verstärkten Südkorea und die USA ihre Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich. Nordkorea hatte die jüngsten gemeinsamen Militärübungen der USA und Südkoreas als Eskalation der Spannungen scharf kritisiert und seine Waffentests in den vergangenen Monaten verstärkt. 

nmm/djo (rtr, afp)