Nordkorea sagt Familientreffen mit dem Süden ab | Aktuell Asien | DW | 21.09.2013
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Aktuell Asien

Nordkorea sagt Familientreffen mit dem Süden ab

Die für nächste Woche geplanten Begegnungen zwischen Angehörigen getrennt lebender Familien wurden auf unbestimmte Zeit verschoben. Dabei sah es vor Kurzem noch nach Tauwetter auf der koreanischen Halbinsel aus.

Nord- und Südkorea hatten sich erst vor wenigen Wochen darauf geeinigt, das Programm zur Zusammenführung getrennter Familien wieder zu starten. Nach fast dreijähriger Unterbrechung sollten sich Verwandte aus dem kommunistischen Norden wieder mit ihren Angehörigen aus dem Süden treffen können. Die Begegnung sollte zwischen dem 25. und dem 30. September am Kumgang-Gebirge in Nordkorea stattfinden.

Im Rahmen des Programms, das im Jahr 2000 ins Leben gerufen wurde, konnten sich bislang tausende, seit der Teilung nach dem Koreakrieg getrennt lebende Verwandte wiedersehen. Etwa 72.000 Südkoreaner stehen auf einer offiziellen Warteliste und hoffen, ihre Familienmitglieder im Norden besuchen zu dürfen. Die Hälfte von ihnen ist bereits mehr als 80 Jahre alt.

Die Treffen würden verschoben, bis wieder eine "normale Stimmung" zwischen beiden Ländern geschaffen werden könne, meldete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf eine Mitteilung des Komitees für die friedliche Wiedervereinigung Koreas in Pjöngjang. Die kommunistische Führung Nordkoreas warf der Regierung in Seoul vor, eine Konfrontation zu suchen.

Nach monatelangen heftigen Spannungen wegen des nordkoreanischen Atomprogramms waren die beiden verfeindeten Länder zuletzt wieder vorsichtig aufeinander zugegangen. Anfang der Woche war der vor fünf Monaten geschlossene gemeinsam betriebene Industriepark Kaesong wieder in Betrieb genommen worden.

uh/qu (dpa,afp)

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