Nordkorea macht weiter mit den Raketentests | Aktuell Asien | DW | 15.09.2021
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Atomkonflikt

Nordkorea macht weiter mit den Raketentests

Warum Nordkorea gerade jetzt durch militärische Aktionen auf sich aufmerksam macht, darüber kann nur spekuliert werden. Das isolierte Land hätte gute Gründe, auch wieder in Verhandlungen einzutreten.

Wenige Tage nach dem Test von Marschflugkörpern hat Nordkorea nach Angaben des südkoreanischen Militärs nun mindestens zwei ballistische Raketen ins offene Meer abgefeuert. Die Raketen seien aus der Mitte des Nachbarlandes in Richtung Japanisches Meer geflogen, teilte Südkoreas Generalstab mit. Über den Typ der Raketen und ihre Flugweite lagen zunächst keine Angaben vor.

Auch für atomare Sprengköpfe

Zusammen mit US-Behörden werde der jüngste Raketentest durch Nordkorea analysiert, hieß es. UN-Resolutionen verbieten der selbst erklärten Atommacht Nordkorea den Test solcher Waffen, die je nach Bauart auch einen atomaren Sprengkopf befördern können.

Trotzdem Verhandlungen?

Am vergangenen Wochenende hatte Nordkorea nach eigenen Angaben den neuartigen Typ eines Marschflugkörpers mit großer Reichweite getestet. Die Tests solcher Waffen unterliegen nicht den Sanktionen gegen das Land. Die USA, Japan und Südkorea hatten sich dessen ungeachtet zu Abrüstungsverhandlungen mit dem kommunistischen Land bereit erklärt. Die jüngsten Entwicklungen in der Volksrepublik seien eine Erinnerung an die Bedeutung einer engen Abstimmung aller drei Länder, sagte der US-Sonderbeauftragte für Nordkorea, Sung Kim, nach einem Treffen mit seinen Kollegen aus Südkorea und Japan am Dienstag in Tokio. Zuvor hatte eine Sprecherin der US-Regierung erklärt: "Unsere Haltung hat sich in bezug auf Nordkorea nicht verändert, wir sind bereit, uns zu engagieren."

ml/sti (rtr, dpa)

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