Nordkorea macht der IAEA Sorgen | Aktuell Asien | DW | 30.08.2021
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Atomprogramm

Nordkorea macht der IAEA Sorgen

Eine "zutiefst beunruhigende" Entwicklung: Nordkorea treibt nach Erkenntnissen der Internationalen Atomenergiebehörde sein Vorhaben voran, Plutonium für Atomwaffen zu gewinnen.

Nordkorea Yongbyon Kernreaktor

Ein Satellitenfoto des Atomkomplexes Yongbyon (Juli 2021)

Nordkorea hat allem Anschein nach den Reaktor der Atomanlage in Yongbyon zur Herstellung von atomwaffentauglichem Material wieder in Betrieb genommen. "Seit Anfang Juli 2021 gibt es Anzeichen, einschließlich des Abflusses von Kühlwasser, die mit dem Betrieb des Reaktors in Einklang stehen", heißt es in einem aktuellen Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zu Nordkorea.

"Die jüngsten Anhaltspunkte sind zutiefst beunruhigend", so das Fazit der IAEA in Wien. Bereits im Juni hatte die Atomenergiebehörde erklärt, dass es in Yongbyon Hinweise auf ein Wiederanfahren des Reaktors zur Abtrennung von Plutonium aus verbrauchtem Reaktorbrennstoff gebe, das für Atomwaffen verwendet werden könnte.

Österreich | IAEA

Die IAEA hat ihren Hauptsitz im Vienna International Centre (VIC)

Sanktionen ohne erhoffte Wirkung

Nordkorea ist wegen seines umstrittenen Atomprogramms internationalen Sanktionen unterworfen. Auch wenn in jüngster Zeit keine Atomtests gemeldet worden seien, produziere das kommunistische Land weiter spaltbares Material, unterhalte Kernanlagen und verbessere seine Infrastruktur für ballistische Raketen, stand im Februar in einem internen UN-Bericht.

Eine unabhängige Überprüfung der Nuklearaktivitäten Nordkoreas ist allerdings nicht möglich. Schon 2009 hatte die Regierung in Pjöngjang internationale Inspektoren des Landes verwiesen. Die IAEA beobachtet Nordkorea aus der Ferne, hauptsächlich mithilfe von Satellitenbildern.

wa/se (rtr, ap)

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