Nordkorea bricht Arbeit in Verbindungsbüro ab | Aktuell Asien | DW | 22.03.2019
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Korea

Nordkorea bricht Arbeit in Verbindungsbüro ab

Das ständige Verbindungsbüro in der Grenzstadt Kaesong sollte den Austausch zwischen Nord- und Südkorea verbessern. Nun zieht sich Pjöngjang überraschend aus der Institution zurück.

Nordkorea Eröffnungsfeier für das erste Verbindungsbüro in Kaesong (picture-alliance/AP/Yonhap)

Eröffnungsfeier für das erste gemeinsame Büro der beiden Koreas im vergangenen September

Nordkorea habe "den Süden informiert, dass sie sich aus dem Verbindungsbüro zurückziehen", sagte der südkoreanische Wiedervereinigungsminister Chun Hae Sung vor Journalisten. Der Schritt sei auf Anweisung von höherer Stelle erfolgt. "Sie sagten, es sei ihnen egal, ob wir im Verbindungsbüro bleiben oder nicht", so Chun. Südkorea bedaure die Entscheidung des Nordens und werde die eigene Arbeit in der Einrichtung fortsetzen.

Dass Büro im nordkoreanischen Kaesong war erst im September eröffnet worden. Nach Angaben der südkoreanischen Regierung sollte der damit eröffnete Kommunikationskanal unter anderem die diplomatischen Beziehungen beider Länder verbessern und die Verbindungen zwischen Nordkorea und den USA fördern.

Entscheidung folgt auf gescheiterten Kim-Trump-Gipfel

Pjöngjang und Seoul hatten sich im vergangenen Jahr angenähert: Der südkoreanische Präsident Moon Jae In hatte zudem großen Anteil daran, den Gesprächsprozess zwischen seinem Verbündeten USA und dem atomar bewaffneten und mit schweren Sanktionen belegten Nordkorea in Gang zu bringen.

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Bei dem Gipfel von US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un im Februar war aber erneut keine Einigung über Schritte zur atomaren Abrüstung Nordkoreas erzielt worden.

Die USA hatten zudem am Donnerstag erstmals nach dem gescheiterten Gipfel Sanktionen gegen zwei chinesische Reedereien verhängt, die Nordkorea beim Umgehen der internationalen Sanktionen geholfen haben sollen. Washington sei weiter entschlossen, die vollständige atomare Abrüstung Nordkoreas zu erreichen, erklärte das US-Finanzministerium zu dem Schritt. 

hk/jj (dpa, afp)

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