Nordkorea: 130 Artilleriegeschosse in die Sperrzone | Aktuell Asien | DW | 05.12.2022
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Koreanische Halbinsel

Nordkorea: 130 Artilleriegeschosse in die Sperrzone

Die Stimmung ist nicht gut in den beiden Koreas, schon lange nicht. Das zunehmende Säbelrasseln des kommunistischen Nordens befeuert die Gefahr einer militärischen Konfrontation.

Raketenwerfer feuern bei einer Übung der nordkoreanischen Artillerie (Archiv)

Raketenwerfer bei einer Übung der nordkoreanischen Artillerie (Archiv)

Seit Monaten nimmt der Konflikt um die koreanische Halbinsel wieder deutlich an Brisanz zu. Nordkoreas Militär feuert in erhöhter Frequenz immer neue Raketen ab und verschärft seine Rhetorik gegen die südkoreanische Regierung in Seoul. Nun wurden nahe der innerkoreanischen Grenze rund 130 Artilleriegeschosse abgefeuert.

Der einem Sperrfeuer gleichkommende Beschuss war auf eine Pufferzone nahe der Seegrenze zwischen beiden Staaten gerichtet. Das gilt als ein Verstoß gegen das innerkoreanische Abkommen von 2018, das dem Abbau der Spannungen dienen soll. Südkoreas Militär reagierte auf die Artillerie-Salven mit mehreren Warnmeldungen an den Norden.

"Überwältigende militärische Antwort"

Der Generalstab der nordkoreanischen Volksarmee erklärte jedoch, der Süden habe am Montag Dutzende von Geschossen abgefeuert, bei denen es sich vermutlich um Granaten von Mehrfachraketenwerfern gehandelt habe. Nordkorea werde "alle Provokationen des Gegners stets berücksichtigen und mit einer entschlossenen und überwältigenden militärischen Aktion antworten".

Tatsächlich halten das südkoreanische und das amerikanische Militär in der Nähe der Grenze gemeinsame Schießübungen an Land ab. Die beiden Verbündeten haben in diesem Jahr verstärkt gemeinsame Manöver veranstaltet und dies mit der Abschreckung Nordkoreas begründet. Denn seit geraumer Zeit häufen sich die Militäraktivitäten Nordkoreas.

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un posiert mit Tochter und Soldaten auf einem militärischen Stützpunkt. Im Hintergrund eine Interkontinentalrakete.

Diktator Kim: Alles, was zählt, ist militärische Stärke

So wurden vom Regime unter Kim Jong Un etliche Manöver mit Kampfflugzeugen und Artillerie-Einheiten abgehalten und ungewöhnlich viele Raketen getestet - darunter auch erstmals wieder seit 2017 Interkontinental-Raketen. Es wird erwartet, dass das weitgehend isolierte Nordkorea bald auch einen weiteren Atomtest starten könnte.

rb/qu (AFP, AP, dpa, Reuters)

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