Nord- und Südkorea ticken wieder gleich | Aktuell Asien | DW | 05.05.2018
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Zeitanpassung

Nord- und Südkorea ticken wieder gleich

Das historische Treffen der beiden Staatschefs vor einer Woche hat zur ersten spürbaren Veränderung auf der koreanischen Halbinsel geführt: Nordkorea ließ seine Uhren um eine halbe Stunde vorstellen.

Nord Korea | New Time Zone (picture-alliance/dpa/AP Photo/W. Maye-E)

In Nordkorea bricht eine neue Zeit(zone) an

In beiden koreanischen Staaten laufen die Uhren wieder synchron. Der kommunistische Norden hatte vor drei Jahren eine eigene "Pjöngjangzeit" geschaffen und seine Uhren um eine halbe Stunde zurückgedreht. Mit dem Schritt feierte der nach außen abgeschottete Staat damals den 70. Jahrestag der Befreiung der Koreaner von Japans Kolonialherrschaft. Korea war einst die japanische Zeit aufgezwungen worden, die sieben Stunden vor der MESZ liegt.

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Ping-Pong-Diplomatie im koreanischen Stil

"Die Zeitumstellung ist der erste praktische Schritt nach dem historischen dritten Gipfeltreffen zwischen Norden und Süden, um den Prozess der Einigung zu beschleunigen", heißt es nun aus Pjöngjang.

Machthaber Kim Jong Un hatte die Umstellung nach dem Treffen mit Südkoreas Präsident Moon Jae In am Freitag vergangener Woche auf südkoreanischer Seite des symbolisch aufgeladenen Grenzorts Panmunjom angeordnet. Laut Staatsmedien hatte es Kim als "schmerzhaften" Anblick empfunden, als er am Verhandlungsort eine Uhr mit der Pjöngjang-Zeit und eine andere mit Südkoreas Standardzeit sah. Das nordkoreanische Parlament verabschiedete danach das Dekret zur Zeitumstellung.

rb/rk (ap, dpa)

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