Nord- und Südkorea laufen getrennt bei Eröffnungsfeier ein | Mehr Sport | DW | 08.03.2018
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Paralympics

Nord- und Südkorea laufen getrennt bei Eröffnungsfeier ein

Die Annäherung zwischen Nord- und Südkorea hat Grenzen: Die offiziell verfeindeten Länder werden im Gegensatz zu Olympia bei der Eröffnungsfeier der Paralympics in Pyeongchang nicht unter gemeinsamer Flagge einlaufen.

Nachdem die Gespräche der Nationalen Komitees (NPC) Süd- und Nordkoreas nicht zu einer Einigung geführt haben, hat das Internationale Paralympische Komitee (IPC) bekannt gegeben: die beiden Länder werden getrennt bei der Eröffnungsfeier der Paralympics in Pyeongchang auftreten. "Obwohl wir enttäuscht sind, respektieren wir natürlich die Entscheidung. Beide NPC haben beschlossen, dass es besser für beide Länder ist, separat einzulaufen", sagte IPC-Präsident Andrew Parsons.

Alleine die erstmalige Teilnahme Nordkoreas an den Winter-Paralympics sei aber ein "großer Schritt für die Paralympische Bewegung und ein wichtiges Zeichen", ergänzte Parsons: "Beide Verbände wollen auch in Zukunft eng zusammenarbeiten. Dies zeigt die besondere Fähigkeit des Sports, Länder in einen positiven Dialog zu bringen."

     

Eine nordkoreanische Delegation war am Mittwoch in Südkorea eingetroffen. Allerdings treten nur die Skilangläufer Kim Jong Hyon und Ma Yu Chol bei den Paralympics an. Hinzu kommen vier Begleitläufer, vier Mitglieder des nordkoreanischen Paralympics-Komitees sowie 14 Betreuer.

Bei Olympia waren Nord- und Südkorea bei der Eröffnungsfeier gemeinsam, bei der Schlusszeremonie jedoch getrennt hinter ihren eigenen Flaggen eingelaufen. Beide Länder hatten auch ein gemeinsames Frauen-Eishockeyteam gestellt. Insgesamt umfasste die Delegation aus dem Norden 500 Leute, darunter eine größere Gruppe von Cheerleadern.

mrl/jhr (sid, dpa)