Nord- und Südkorea einigen sich auf drittes Gipfeltreffen | Aktuell Asien | DW | 13.08.2018
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Koreanische Halbinsel

Nord- und Südkorea einigen sich auf drittes Gipfeltreffen

Und weiter vorwärts geht es mit der innerkoreanischen Annäherung: Fanden die beiden ersten Gipfel noch an der Demarkationslinie statt, so wollen sich die Staatschefs diesmal in Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang einfinden.

Gespräche zwischen Nord- und Südkorea (picture-alliance/dpa/AP/South Korea Unification Ministry)

Sind sich einig geworden: Die Delegationen von Südkorea (rechte Seite) und des Nordens in Panmunjom

Im Zuge hochrangiger Gespräche haben sich Süd- und Nordkorea auf ein drittes Gipfeltreffen zwischen den Staatschefs Moon Jae-in und Kim Jong Un geeinigt. Dies erklärten beide Delegationen in einer gemeinsamen Stellungnahme in Panmunjom. Demnach soll das Gipfeltreffen an einem nicht näher spezifizierten Tag im September in Pjöngjang stattfinden. Sollte Moon in Nordkoreas Hauptstadt reisen, wäre dies das erste Mal, dass ein südkoreanischer Staatschef dies seit mehr als einem Jahrzehnt tut.

Die Delegationen beider Seiten trafen sich auf der nördlichen Seite des Friedensdorfes Panmunjom, das genau auf der Grenze in der entmilitarisierten Zone liegt, die Nord- und Südkorea trennt. Die Delegation des Südens wurde von Vereinigungsminister Cho Myoung-gyon angeführt, diejenige des Nordens von Ri Son Gwon, Vorsitzender der Agentur für zwischenkoreanische Angelegenheiten. Die Beziehungen zwischen den beiden Koreas zu verbessern, sei das Anliegen aller Koreaner, sagte Ri kurz vor Beginn der Gespräche.

Foto von zweiten Gipfeltreffen von Moon Jea-In (l.) und Kim Jong Un am 26.Mai in Panmunjom (Foto: Reuters/Presidential Blue House)

Foto vom - zweiten - Gipfeltreffen von Moon Jae-In (l.) und Kim Jong Un am 26.Mai in Panmunjom

Beim ersten Gipfeltreffen zwischen Moon und Kim im April hatten beide Seiten vereinbart, dass es im Herbst diesen Jahres ein weiteres Treffen der zwei Staatschefs in Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang geben solle. Das Treffen in Panmunjom hatte auch dem Gipfeltreffen zwischen Kim und US-Präsident Donald Trump in Singapur den Weg gebahnt. Im Mai kam es dann zu einem spontan einberufenen zweiten Spitzentreffen zwischen Moon und Kim ebenfalls in Panmunjom.

Kim hatte im Juni die Bereitschaft Nordkoreas zu einer "kompletten Denuklearisierung" bekräftigt. Im Gegenzug zur atomaren Abrüstung sollen wirtschaftliche und diplomatische Sanktionen gegen das kommunistische Regime in Pjöngjang aufgehoben werden. Es gab aber keine konkreten Zusagen, wie und bis wann abgerüstet werden soll.

sti/AR (afp, dpa, rtr)

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