Nobelpreis für Medizin an Deutschen und zwei US-Forscher | Aktuell Welt | DW | 07.10.2013
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Aktuell Welt

Nobelpreis für Medizin an Deutschen und zwei US-Forscher

Mit dem Nobelpreis für Medizin werden in diesem Jahr der deutsche Wissenschaftler Thomas Südhof und zwei US-Forscher ausgezeichnet. Dies gab das Nobelpreis-Komitee in der schwedischen Hauptstadt Stockholm bekannt.

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Medizin-Nobelpreis verliehen

Der in Göttingen geborene 57 Jahre alte Südhof (Artikelbild Mitte) arbeitet seit 2009 an der US-Universität Standford, wo er an der Medizinischen Fakultät Professor ist. Er erhält den Preis zusammen mit den Amerikanern James Rothman (l.) und Randy Schekman für ihre Entdeckungen zu Transportprozessen in Zellen, deren Defekte Grundlage von Diabetes, Tetanus und vielen anderen Krankheiten sind.

In den Zellen werden Stoffe oft in winzigen Bläschen, den Vesikeln, verpackt und weitergeleitet. "Ohne diese wunderbar präzise Organisation würde die Zelle im Chaos versinken", schreibt das Nobel-Komitee. Das Transportsystem spielt etwa eine Rolle bei der Nervenleitung und im Hormonsystem oder bei Immunkrankheiten.

Die Bekanntgabe der Nobelpreisträger für Medizin bildet traditionell den Auftakt für die "Woche der Nobelpreise". Täglich werden jetzt der oder die Preisträger in einer anderen Kategorie bekanntgegeben. Am Dienstag wird der Nobelpreis für herausragende Leistungen in der Physik vergeben, am Mittwoch ist in Stockholm die Chemie an der Reihe.

Am Donnerstag folgt dann der Literaturnobelpreis. Am Freitag lüftet das norwegische Nobelkomitee in Oslo das gut gehütete Geheimnis um den neuen Friedensnobelpreisträger. 2012 hatte die EU die Auszeichnung für ihre Verdienste um Versöhnung und Integration in Europa bekommen.

Nobelpreisträger Rothman, Schekman und Südhof (von links) (Foto: AFP/Getty Images)

Nobelpreisträger Rothman, Schekman und Südhof (von links)

Überreicht werden die Preise traditionell bei einer Zeremonie am 10. Dezember, dem Todestag ihres Stifters Alfred Nobel (1833-1896). Neben dem Nobel-Diplom und einer Medaille bekommen die Preisträger acht Millionen schwedische Kronen (umgerechnet rund 920.000 Euro). Den inoffiziellen Abschluss des Nobelpreis-Reigens bildet die Verkündung der Auszeichnung für Wirtschaftswissenschaften am Montag kommender Woche (14.10.2013). Dieser Preis geht nicht auf das Testament des Dynamit-Erfinders zurück, sondern wurde 1968 nachträglich von der schwedischen Reichsbank gestiftet.

wl/wa/se (dpa, afp, rtr)

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