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Neue Mehrheiten auch bei Regionalwahlen

13. April 2015

Zwei Wochen nach dem Wahlsieg des künftigen Präsidenten Buhari hat sein Parteienbündnis auch bei den Abstimmungen in den Bundesstaaten Erfolge erzielt. Dies vergrößert den politischen Spielraum des neuen Staatschefs.

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Freude bei Bürgern in Lagos über den Wahlausgang (Foto: /AFP/Getty Images)
Bild: AFP/Getty Images/P.U. Ekpei

Die Parteienkoalition APC ("All Progressives Congress") des neu gewählten nigerianischen Präsidenten Muhammadu Buhari hat bei den Regionalwahlen Zugewinne erzielt. Im südlichen Bundesstaat Lagos mit der gleichnamigen Wirtschaftsmetropole eroberte der APC-Kandidat nach Angaben der Wahlkommission den Gouverneursposten (das Artikelbild zeigt jubelnde APC-Wähler).

Teilergebnissen zufolge gewann die Partei zudem in den nördlichen Bundesstaaten Kaduna und Katsina, die bislang von der PDP (People's Democratic Party) des abgewählten Präsidenten Goodluck Jonathan regiert werden.

Im wichtigen Bundesstaat Rivers, wo der Großteil der Öl- und Gasindustrie des afrikanischen Landes liegt, setzte sich dagegen der PDP-Kandidat mit deutlicher Mehrheit durch. Die APC warf der Jonathan-Partei Wahlfälschung vor und kündigte an, das Ergebnis anzufechten.

Nigerias künftiger Präsident Buhari (Foto: AFP/Getty Images)
Nigerias künftiger Präsident BuhariBild: Ekpei/AFP/Getty Images

Ein PDP-Sprecher sagte dagegen, "das Volk hat gesprochen". Seine Partei rufe die APC auf, die Ergebnisse zu akzeptieren. Wegen Unregelmäßigkeiten war die Stimmabgabe in zehn Bezirken von Rivers um einen Tag verlängert worden.

Mehrheit der Bundesstaaten hinter Buhari

Nigeriaweit wurden in 29 der 36 Bundesstaaten neue Gouverneure gewählt, zudem wurden in allen Staaten die Sitze in den Regionalparlamenten neu vergeben. Buharis APC gewann nach dem bisherigen Stand der Auszählungen mindestens fünf Bundesstaaten hinzu und stellt künftig 19 Gouverneure, die in Afrikas bevölkerungsreichstem Land über sehr viel Macht verfügen. Die Bundesstaaten haben eigene Haushalte und eine Reihe wichtiger Kompetenzen.

Die Regionalwahlen fanden zwei Wochen nach den Parlaments- und Präsidentenwahlen statt, bei denen erstmals in Nigerias Geschichte ein Amtsinhaber friedlich abgewählt worden war. Buhari, ein 72-jähriger Moslem und früherer Militärdiktator, hatte 15,4 Millionen Stimmen erhalten, der Christ Jonathan kam auf 13,3 Millionen. Jonathans PDP hatte Nigeria seit Ende der Militärherrschaft 1999 regiert. Der Amtsinhaber hatte seine Niedelage eingestanden und einen reibungslosen Machtwechsel angekündigt. Die Amtsübergabe soll am 29. Mai stattfinden.

wl/sp (epd, afp, rte)