Niedersächsische Polizei befreit irakische Flüchtlinge aus Lkw | Aktuell Deutschland | DW | 23.03.2018
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Schleuserkriminalität

Niedersächsische Polizei befreit irakische Flüchtlinge aus Lkw

Insgesamt neun Menschen befanden sich in dem verplombten Kühllaster, den Bundespolizisten an der deutsch-niederländischen Grenze öffneten. Offenbar handelt es sich um ein besonders perfides Verbrechen.

Mit Klopfgeräuschen hatten die fünf Männer, zwei Frauen und zwei Kinder am Donnerstag bei einem Rastplatzstopp auf sich aufmerksam gemacht. Das teilte die Polizei in Bad Bentheim mit. Der Fahrer, der offenbar nichts mit der gefährlichen Schleusungsfahrt zu tun habe, sei völlig ahnungslos gewesen und habe sofort die Polizei alarmiert.

Flüchtlinge getäuscht

Die neun Flüchtlinge aus dem Irak wurden demzufolge am Tag zuvor mit Hilfe eines Schleusers in Frankreich in dem Laster versteckt. Das vereinbarte Reiseziel sei Großbritannien gewesen, tatsächlich fuhr der Sattelzug aber Richtung Ukraine.

Aufgrund von Hunger, Durst sowie der Kälte  und der zunehmend schlechter werdenden Luft in dem verplombten Auflieger schlugen die Flüchtlinge Alarm.

Die Bundespolizei hat die Ermittlungen zu den Hintergründen der gefährlichen Schleusungsfahrt aufgenommen. Eine Frau und ihr 18-jähriger Sohn waren demnach bereits bei den deutschen Behörden registriert und wurden an die Ausländerbehörden übergeben.

Die übrigen sieben Menschen stellten kein Asylgesuch und wurden deshalb nach dem Ende der polizeilichen Maßnahmen in die Niederlande abgeschoben.

mak/ie (dpa, afp)

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