Niederlande wollen MH17-Abschuss erneut untersuchen | Aktuell Europa | DW | 09.10.2019
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Ukraine-Konflikt

Niederlande wollen MH17-Abschuss erneut untersuchen

Den Haag soll klären, welche Rolle die Ukraine beim Abschuss des Passagierfluges im Juli 2014 gespielt hat. Klar ist, dass der Luftraum über der Ostukraine für die zivile Luftfahrt hätte gesperrt sein müssen.

Das niederländische Parlament in Den Haag forderte eine Untersuchung, um die Rolle der Ukraine bei der Katastrophe von Passagierflug MH17 aufzuklären. Die Regierung solle klären, warum Kiew damals den Luftraum über dem umkämpften Osten des Landes nicht für zivile Flugzeuge gesperrt hatte, beschloss die Zweite Kammer des Parlaments einstimmig. Bereits 2015 stellte der niederländische Untersuchungsrat für Sicherheitsfragen fest, dass die Ukraine den Luftraum hätte schließen müssen.

Die Boeing 777 der Malaysian Airlines war im Juli 2014 auf dem Weg nach Kuala Lumpur über der Ostukraine von einer Luftabwehrrakete vom Typ "Buk" abgeschossen worden. Alle 298 Menschen an Bord wurden getötet, darunter 27 australische und 193 niederländische Staatsbürger. 

Australien und die Niederlande "werden nicht ruhen" bis den Familien der Getöteten Gerechtigkeit widerfahren sei, sagten der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte und sein australischer Amtskollege Scott Morrison in Sydney. Rutte ist derzeit auf Staatsbesuch in Australien.

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Vier Mordanklagen nach MH17-Abschuss

 

Die Buk-Rakete kam nach internationalen Ermittlungen aus Russland. In dem Abschussgebiet lieferten sich damals pro-russische Rebellen und ukrainische Regierungstruppen heftige Kämpfe.

Das niederländische Parlament hatte die Ukraine bereits zuvor scharf kritisiert, weil sie im September bei einem großen Gefangenenaustausch mit Russland einen Offizier nach Russland ausreisen ließ. Er gilt als Verdächtiger beim Abschuss des Fluges MH17.

jv/sti (dpa, rtr)

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