″Nieder mit ausländischen Truppen″ in Niger | Aktuell Afrika | DW | 16.03.2019
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Westafrika

"Nieder mit ausländischen Truppen" in Niger

Im afrikanischen Sahel-Staat Niger formiert sich Protest gegen die Anwesenheit ausländischer Truppen aus Europa und den USA. Eine Demonstration in der Hauptstadt Niamey richtete sich auch gegen Bundeswehr-Soldaten.

Hunderte Menschen folgten dem Protestaufruf eines Bündnisses zivilgesellschaftlicher Gruppen in der westafrikanischen Republik Niger. "Nieder mit den ausländischen Truppen", skandierten sie in der Hauptstadt Niamey. Die Initiatoren erklärten, die ausländische Truppenpräsenz untergrabe die Souveränität ihres Landes und trage nichts zur Verbesserung der Sicherheitslage bei.

"Man öffnet die Tore für alle möglichen ausländischen Kräfte: Franzosen, Amerikaner, Italiener, Deutsche", sagte Moussa Tchangari, einer der Organisatoren der Demonstration. "Angeblich kämpfen sie gegen den Terrorismus und die illegale Migration. Allerdings verschlechtert sich die Sicherheitslage in unserem Land", stellte Tchangari fest.

Stabilität in Gefahr

Der Niger grenzt an den Krisenstaat Mali und liegt in einer Region, deren Stabilität durch extremistische Gruppen akut gefährdet ist. Zudem ist er ein wichtiges Transitland für afrikanische Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa.

Verteidigungsministerin von der Leyen im Niger (picture-alliance/M.Kappeler)

Die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen mit ihrem nigrischen Kollegen Kalla Moutari 2018

Im November vergangenen Jahres hatte Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen einen Lufttransportstützpunkt der Bundeswehr in Niamey eröffnet. Die deutschen Soldaten unterstützen von dort aus die UN-Mission in Mali, MINUSMA, und die EU-Mission EUTM, vor allem im Bereich Transport. Auch Frankreich hat Soldaten in seiner ehemaligen Kolonie Niger stationiert. Die USA errichten derzeit im Norden des Landes einen großen Drohnenstützpunkt.

wa/cgn (afp)

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