Neuer Oberbefehlshaber in Afghanistan | Aktuell Asien | DW | 02.09.2018
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NATO

Neuer Oberbefehlshaber in Afghanistan

Die Lage in Kabul und Umgebung ist zuletzt nicht friedlicher geworden. Es ist daher keine leichte Aufgabe, die der US-General Scott Miller in Afghanistan übernommen hat. Er kennt sich allerdings mit heiklen Lagen aus.

Die NATO-Mission "Resolute Support" und die amerikanischen Streitkräfte in Afghanistan haben einen neuen Oberbefehlshaber. Der amerikanische General Austin Scott Miller (Artikelbild) übernahm das Amt von John Nicholson. Bei einer Zeremonie in Kabul sagte Miller: "Wir haben harte Entscheidungen vor uns." Um die Voraussetzungen für eine politische Aussöhnung zu schaffen, sei militärischer Druck notwendig.

Miller war bis zu seiner Ernennung Oberbefehlshaber eines Spezialkräfte-Oberkommandos. Als Delta Force Captain und Bodentruppen-Kommandant war Miller zudem in der Schlacht von Mogadischu 1993 im Einsatz, die durch den Film "Black Hack Down" bekannt wurde. 

Bislang keine Wende

Miller kommandiert rund 16.000 am Hindukusch stationierte NATO-Soldaten. Sie trainieren und beraten die afghanischen Streitkräfte. Die Taliban setzt diese seit Monaten an vielen Fronten schwer unter Druck. Miller kommt ein Jahr, nachdem US-Präsident Donald Trump eine neue, aggressivere Strategie für Afghanistan vorstellte. Sie hatte nach Jahren der Truppenabzüge die Aufstockung von etwa 8400 auf derzeit rund 14.000 US-Soldaten zur Folge. Viele sollten zur Ausbildung der afghanischen Armee und Polizei eingesetzt werden. Aber es gibt auch sehr viel mehr Luftangriffe sowie mehr Kampfeinsätze der US-Spezialkräfte. Trumps Strategie hat bislang keine Wende gebracht.

ml/hf (dpa, ap)

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