Neuer Gigant am Himmel | Wirtschaft | DW | 14.02.2013
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Wirtschaft

Neuer Gigant am Himmel

American Airlines und US Airways schließen sich zur weltgrößten Fluglinie zusammen. Die Gesellschaften gaben ihre Pläne offiziell bekannt.

Eine Maschine von American Airlines auif dem Flughafen von Dallas in Texas (Archivbild AP)

Dallas-Fort Worth International Airport USA

Nun ist es offiziell: American Airlines und US Airways wollen fusionieren. Das gaben beide Unternehmen bekannt. Die Gespräche laufen schon seit einem Jahr.

Täglich 6400 Flüge

American Airlines ist nach Passagierzahlen die drittgrößte Fluggesellschaft der Vereinigten Staaten, US Airways liegt auf Platz fünf. Gemeinsam steigen sie zur weltweiten Nummer Eins auf. Der addierte Umsatz beläuft sich auf knapp 39 Milliarden Dollar. Die neue Airline verfügt über mehr als 1500 Maschinen und könnte 6400 Flüge täglich anbieten.Die Fusion stärkt die beiden Gesellschaften im Wettbewerb mit den US-Rivalen United Continental und Delta Air Lines, die selbst auch das Ergebnis großer Zusammenschlüsse sind.

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Fusion: American Airlines und US Airways

Den Berichten zufolge soll das neue Unternehmen der Luftfahrtallianz Oneworld angehören, in der etwa auch Air Berlin Mitglied ist. Das bedeutet, dass US Airways das Konkurrenzbündnis Star Alliance verlassen wird, zu deren Mitgliedern die Lufthansa zählt. Die deutsche Fluglinie hat aber mit United weiter einen wichtigen US-Partner in den USA in der Allianz.

Soweit bisher bekannt geworden ist, soll die American-Airlines-Seite 72 Prozent der Anteile am neuen Unternehmen halten, auf US Airways entfielen demnach 28 Prozent. Dafür werde US-Airways-Chef Doug Parker zum Konzernchef befördert, sein American-Airlines-Kollege Tom Horton werde den Verwaltungsrat leiten, hieß es. Als Name wird American Airlines erwartet.

Vorteil für Gläubiger

Wie das "Wall Street Journal" analysiert, wird American Airlines die Fusion nutzen, um aus der Insolvenz herauszukommen. Der Plan müsse deshalb noch vom zuständigen Insolvenzgericht gebilligt werden. Auch die Wettbewerbshüter müssen dem Geschäft zustimmen, wobei es bei früheren Zusammenschlüssen in der Luftfahrtbranche hier kaum Probleme gab. Bis zum endgültigen Zusammengehen kann es dadurch aber noch Monate dauern.

Die Fusion biete den Gläubigern von American Airlines die Möglichkeit, einen guten Teil ihres Geldes zu retten, schreibt das "Wall Street Journal". Fast alle großen US-Fluggesellschaften waren in den vergangenen Jahren durch Insolvenzen gegangen und hatten dabei ihre Kosten vor allem beim Personal reduziert. Auch bei American Airlines fielen Stellen weg.

wl/se (dpa, rtr, apd, afp)

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