Neue Zusammenstöße am Gaza-Streifen | Aktuell Nahost | DW | 03.08.2018
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Nahost

Neue Zusammenstöße am Gaza-Streifen

Das Küstengebiet am Mittelmeer zwischen Israel und Ägypten ist immer wieder Schauplatz blutiger Gewalt. Entspannung ist nicht in Sicht. Bei neuerlichen Protesten wurde nach palästinensischen Angaben ein Mann erschossen.

Der 25-jährige Palästinenser sei östlich von Gaza-Stadt von einem israelischen Scharfschützen getötet worden, erklärte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums im Gaza-Streifen. Ein weiterer Palästinenser starb später an den Folgen seiner Verletzungen. Im Anschluss an die Freitagsgebete waren laut Berichten von Palästinensern insgesamt mehr als 200 Menschen an der Grenze verletzt worden, darunter 90 durch Schüsse israelischer Sicherheitskräfte.

Israel spricht von Massenprotesten

Nach israelischer Darstellung präsentierte sich die Situation etwas anders. Die Armee sprach von etwa 8000 Palästinensern, die an fünf Punkten an der Grenze zu Israel versucht hätten, die Sicherheitseinrichtungen zu beschädigen. Eine Gruppe sei nach Israel eingedrungen und habe Brandbomben sowie einen Sprengsatz geworfen. Die Angreifer seien danach in den Gazastreifen zurückgekehrt. Ein israelischer Panzer habe daraufhin einen militärischen Stützpunkt der im Gazastreifen herrschenden Hamas angegriffen.

Seit Ende März wurden bei Protesten und Konfrontationen nach Angaben der Vereinten Nationen etwa 160 Palästinenser von israelischen Soldaten getötet. Ein israelischer Soldat wurde erschossen. Die Palästinenser fordern ein Ende der Gaza-Blockade und ein Recht auf Rückkehr in das israelische Staatsgebiet. Israel lehnt dies ab. Im Gazastreifen leben auf engstem Raum etwa zwei Millionen Palästinenser.

Die radikalislamische Hamas wird von Israel, der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft. Sie hat sich die Zerstörung Israels auf die Fahne geschrieben.

haz/ nob (rtr, dpa, afp)

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