Neue Vorwürfe gegen Trumps Ex-Wahlkampfmanager Manafort | Aktuell Amerika | DW | 05.06.2018
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USA

Neue Vorwürfe gegen Trumps Ex-Wahlkampfmanager Manafort

US-Sonderermittler Robert Mueller hat Paul Manafort, dem früheren Wahlkampfchef von US-Präsident Donald Trump, versuchte Zeugenbeeinflussung vorgeworfen. Nun könnte der Lobbyist vorerst wieder hinter Gittern landen.

USA Paul Manafort (picture-alliance/AP Photo/J. L. Magana)

Manafort beim Verlassen des Bundesbezirksgerichts in Washington, D.C., nach einer Anhörung im Mai

Paul Manafort habe "wiederholt" versucht, per Telefon, SMS und verschlüsselten Botschaften mit zwei Personen aus der "Hapsburg Group" Kontakt aufzunehmen, teilte Robert Mueller in einem Gerichtsdokument mit. Hinter der "Hapsburg Group" verbirgt sich eine Gruppe europäischer Ex-Politiker, die Manafort laut Mueller 2012 und 2013 bezahlt haben soll, damit sie verdeckte Lobbyarbeit für die Ukraine leisten - auch in den USA. Bezahlt haben soll er sie mit zwei Millionen Dollar von einem Offshore-Bankkonto.

Der neue Vorwurf des Sonderermittlers, der die angebliche Einflussnahme Russlands auf die US-Präsidentschaftswahl 2016 untersuchen soll: Manafort habe Zeugenaussagen beeinflussen und Beweise verheimlichen wollen.

Manafort soll vorerst wieder in Haft

Mueller bat den zuständigen Richter, Manafort bis zum Beginn seines Prozesses wieder in Haft zu nehmen. Der Politikberater und Lobbyist steht seit dem vergangenen Oktober unter Hausarrest. Er ist in Dutzenden Verbrechen angeklagt, darunter Geldwäsche sowie Bank- und Steuerbetrug. Manafort bestreitet die Vorwürfe.

Der 69-Jährige nahm im Juni 2016 während des Präsidentschaftswahlkampfs an einem Treffen zwischen Donald Trump Junior, dem Schwiegersohn des jetzigen Präsidenten Donald Trump Senior, Jared Kushner, und einer russischen Anwältin teil. Dabei ging es offenbar auch darum, Informationen zu erhalten, die der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton schaden könnten.

Trump bestreitet eine russische Einflussnahme auf die US-Wahl und hat Muellers Ermittlungen mehrfach als "Hexenjagd" bezeichnet. Er verkündigte außerdem am Montag, er könne sich selbst begnadigen.

hk/jm (dpa, rtr, ap)

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