Neue Initiative des Goethe-Instituts soll Kulturschaffende schützen | Kultur | DW | 22.08.2018
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Kunstfreiheit

Neue Initiative des Goethe-Instituts soll Kulturschaffende schützen

Zum Schutz Kulturschaffender im Ausland haben Goethe-Institut und Ifa die Martin-Roth-Initiative gegründet. Das vom Auswärtigen Amt geförderte Projekt soll Aufenthalte in Deutschland und anderen Ländern ermöglichen.

Deutschland Martin Roth gestorben (imago/G. Leber)

Namenspatron der neuen Initiative: Der im vergangenen Jahr verstorbene Kulturmanager Martin Roth

Kunst- und Kulturschaffende, die in ihren Heimatländern von Zensur und Verfolgung bedroht sind, sollen sich temporär in Deutschland oder sicheren Drittstaaten in Schutz bringen können, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung des Goethe-Instituts und des Instituts für Auslandsbeziehungen (Ifa). Die Aufenthalte sollen durch Stipendien abgedeckt werden. Um Künstler, Wissenschaftler und Journalisten in das berufliche Umfeld des Gastlands zu integrieren, ist eine enge Begleitung der Stipendiaten vorgesehen. Sie sollen auch während dieser Zeit ihrer Arbeit nachgehen können.

Demokratische Grundprinzipien

"In einer Zeit, in der Krisen überall auf der Welt zunehmen, die demokratische Grundprinzipien und die Leben von Millionen von Menschen gefährden, muss unsere Außenpolitik für die Grundfreiheiten einer demokratischen Gesellschaft eintreten", sagte Bundesaußenminister Heiko Maas. Dazu gehöre, gefährdete Akteure aus Kunst, Kultur, Wissenschaft und Medien zu schützen. "Wir handeln damit ganz bewusst auch im Gedenken von Martin Roth, der sich stets für die Freiheit der Kultur weltweit eingesetzt hat", sagte Maas.

Bundesaußenminister Heiko Maas (picture-alliance/dpa/K. Nietfeld)

Bundesaußenminister Heiko Maas

Der 2017 verstorbene Namensgeber Martin Roth (Foto oben) war Kulturwissenschaftler und Museumsdirektor, zuletzt von 2011 bis 2016 beim Victoria and Albert Museum in London. Seine Tätigkeit dort beendete er nach der Brexit-Abstimmung. Kurz vor seinem Tod war er zum Präsidenten des Instituts für Auslandsbeziehungen gewählt worden.

tla/bb (www.goethe.de)

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